Das Erbe der bekennenden Kirche und die Kirche der Freiheit
Evangelische Akademie Arnoldshain in Kooperation mit Bundesverband der Evangelischen Studierendengemeinden (ESG) und ‚Initiative Kirche von unten’ (IKvu)
Das
Erbe der Bekennenden Kirche und die 'Kirche der Freiheit'
- 60 Jahre Darmstädter Wort und das EKD-Impulspapier Kirche 2030
Tagung vom 20.-22.4.2007 in der Evangelischen Akademie Arnoldshain
Die Evangelische Kirche in Deutschland und ihre Gliedkirchen sind im
Prozess einer Neuorientierung. Dieser Prozess ist in starkem Maße angeregt
durch den Druck der Verhältnisse. Hat die in den 60er Jahren neu
einsetzende Säkularisierung in den folgenden Jahrzehnten zu einem
schmerzhaften Anstieg der Kirchenaustritte und einer Reduktion
volkskirchlicher Substanz geführt, so ist es seit den 90er Jahren der
wirksam gewordene demographische Wandel, der zu einem Rückgang der
Kirchenmitglieder geführt hat und, sofern gegenläufige Entwicklungen nicht
eintreten, zu einem weiteren Rückgang führen wird. Beides verbietet,
einfach weiter zu machen wie bisher. Deshalb sind die Reformanstöße des
EKD-Impulspapiers ‚Kirche der Freiheit’ stark struktureller und ökonomischer
Natur. Notwendig ist aber auch eine theologische Besinnung und
Neuorientierung.
Die Evangelischen Kirchen der Nachkriegszeit waren theologisch geprägt
durch Impulse aus der Bekennenden Kirche, insbesondere der Theologie Karl
Barths, und einer sich nach den Schrecken der Nazi-Zeit neu formierenden
erstaunlich starken Volkskirchlichkeit. Beide Säulen haben an Tragfähigkeit
eingebüßt.
An die Stelle einer profiliert protestantischen Theologie als Grundlage
kirchlichen Handelns ist vermehrt die Suche nach
Erfüllung religiöser Bedürfnisse getreten. Ob dieses Bemühen
allerdings in einer immer pluralistischeren Gesellschaft volkskirchliche
Bindungen an die Evangelische Kirche stärken wird, ist fraglich.
Das Tagungsprogramm hier als PDF-Dokument.
Weitere
Informationen und Online-Anmeldung unter:
http://www.evangelische-akademie.de/tagung_416.html
