zuletzt aktualisiert: 06.04.2007
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Grußwort von Gotthold Hasenhüttl


Grußwort zum 25jährigen Bestehen der IKvu 

Notwendiger denn je ist der Strukturwandel in der Kirche. Weihbischof Krätzl von Wien sagte: "Niemand bezweifelt, dass sich die Kirche verändern muss". Wer nichts in dieser Richtung tut, wird sich am Ende seines Lebens den Vorwurf gefallen lassen müssen: "Mein Antlitz war in der Kirche entstellt, und Du hast nichts getan, um es wieder ansehnlicher zu machen!"

25 Jahre bemühte sich die IKvu darum, die Kirche in die Freiheit Jesu Christi zu führen. Wenn auch der Erfolg nur gering ist, so ist doch das Ringen um die Befreiung der Kirche von den selbstangelegten Fesseln einer der wichtigsten Dienste an ihr. Nur die Basis kann diese Befreiungsarbeit leisten. Vielleicht wird dann eines Tages wahr, was Papst Benedikt XVI. so treffend gesagt hat: "Die Kirche ist nicht eine Kirche der Gebote und Verbote, sondern der Liebe". Wäre dies heute schon wahr, dann hätte die IKvu ihre Existenzberechtigung verloren.

So lange es jedoch nur bei schönen Worten und keinen Taten bleibt, ist ihre Existenz bitter notwendig. Ich wünsche der IKvu daher, dass sie nie den Mut verliert und in den nächsten Jahren noch intensiver ihre Kraft einsetzt, damit Kirche wirklich Kirche Christi werde!

Herzlichen Gruß
 
Gotthold Hasenhüttl

Gotthold Hasenhüttl, em. Prof. für systematische Theologie in Saarbrücken