Grußwort von Gotthold Hasenhüttl
Grußwort zum 25jährigen Bestehen der IKvu
Notwendiger
denn je ist der Strukturwandel in der Kirche. Weihbischof Krätzl
von Wien
sagte: "Niemand bezweifelt, dass sich die Kirche verändern muss".
Wer
nichts in dieser Richtung tut, wird sich am Ende seines Lebens den
Vorwurf gefallen
lassen müssen: "Mein Antlitz war in der Kirche entstellt, und Du
hast
nichts getan, um es wieder ansehnlicher zu machen!"
25
Jahre bemühte sich die IKvu darum, die Kirche in die Freiheit Jesu
Christi zu
führen. Wenn auch der Erfolg nur gering ist, so ist doch das
Ringen um die
Befreiung der Kirche von den selbstangelegten Fesseln einer der
wichtigsten
Dienste an ihr. Nur die Basis kann diese Befreiungsarbeit leisten.
Vielleicht
wird dann eines Tages wahr, was Papst Benedikt XVI. so treffend gesagt
hat:
"Die Kirche ist nicht eine Kirche der Gebote und Verbote, sondern der
Liebe". Wäre dies heute schon wahr, dann hätte die IKvu ihre
Existenzberechtigung verloren.
So
lange es jedoch nur bei schönen Worten und keinen Taten bleibt,
ist ihre
Existenz bitter notwendig. Ich wünsche der IKvu daher, dass sie
nie den Mut
verliert und in den nächsten Jahren noch intensiver ihre Kraft
einsetzt, damit
Kirche wirklich Kirche Christi werde!
Herzlichen
Gruß
Gotthold
Hasenhüttl
Gotthold Hasenhüttl, em. Prof. für systematische Theologie in Saarbrücken
