zuletzt aktualisiert: 06.04.2007
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Grußwort von Reinhard Voß


Grußwort zum 25jährigen der IKvu

Die IKvu ist für mich seit dem "einen" Berliner Katholikentag (1980), wo sie sich zum ersten Mal am Lietzensee zeigte, ein wichtiger Bezugspunkt für mich gewesen, wo solidarische Kirchenkritik von unten formuliert werden konnte. Als Vertreter der Ökumenischen Initiative Eine Welt (ÖIEW) war ich jahrelang bei Vollversammlungen und um 1990 auch ein paar Jahre im Kokreis aktiv.

Der "andere" Berliner Katholikentag von 1990 ist mir unvergessen. Wir hatten die Straße des 17. Juni fest zugesagt bekommen, und dann kam uns - nicht ein kleine dumme - sondern DIE Geschichte dazwischen. Das Brandenburger Tor war auf. Wir erhielten als Ersatz die Wiesen in der Spreekurve links neben dem Reichstag, konnten aber nicht dorthin, weil Roma den Platz besetzt hielten. Erst als sie verstanden hatten, dass wir auch welche "von unten" waren, zogen sie bereitwillig ab und wir konnten große Zelte dort aufbauen, in denen Tausende Platz hatten und fanden. Im Kokreis war man nicht nur für Veranstaltungen, Plakatwände, Interviews und Moderationen zuständig, sondern beispielsweise auch für Pannen bei Strom und Wasser. All das habe ich in wahrlich lebhafter Erinnerung.

In den 90er Jahren ist aber mit der Entwicklung von "Wir sind Kirche" nicht nur eine Ergänzung, sondern m. E. auch eine Ablösung der IKvu in kirchenpolitischer Hinsicht entstanden, die ich ehrlich gesagt auch zeitgemäß finde. Die IKvu hat mit ihrem Erinnerungsbuch an ihre ersten 20 Jahre eigentlich das entscheidende Denkmal gesetzt, Michael Steiner -dem damaligen Hauptamtlichen - sei´s gedankt.

Dr. Reinhard J. Voß
Generalsekretär von pax christi / deutsche Sektion