Zwangsarbeiter in der Kirche - Pressemitteilung vom 17.10.2001
"Konsens
des
Schweigens- die zweite Schuld der Kirche nach 1945"
IKvu-Herbsttagung zur Vergangenheitspolitik
der römisch-katholischen Kirche
BONN, 17.10.2001. Die Initiative Kirche von unten (IKvu) führt von 19. - 21. Oktober 2001 in Mannheim eine Fachtagung zur Vergangenheitspolitik der römisch-katholisch Kirche durch, Titel: "Konsens des Schweigens - die zweite Schuld der römisch-katholischen Kirche nach 1945".
Inhalt:
Seitdem über Zwangsarbeit in katholischen Einrichtungen, die Seligsprechung Pius'
XII. oder das NPD-Verbot öffentlich gestritten wird und Neo-Nazis am Antikriegstag (1. September) zum "Deutschen Kriegstag" in Leipzig
aufmarschieren, steht für die IKvu der Umgang der Kirche mit ihrem Verhalten im
Nationalsozialismus nach 1945 dringend zur Diskussion an:
Das Versagen der römisch-katholischen Kirche vor 1945, das Verdrehen dieses Versagens in sein Gegenteil nach 1945 hatte für die Entwicklung des deutschen Katholizismus verdeckte und nachhaltig wirkende Konsequenzen bis in unsere Zeit - in Pastoral, Theologie und Kirchenstruktur. Nach 1945 funktionierte in Kirche und Gesellschaft ein Konsens des Schweigens über die Zeit des Nationalsozialismus, mit fatalen Wechselwirkungen - bis heute wird über bestimmte Themen geschwiegen.
-
Wie verhielt sich die katholische Kirche nach 1945 zu der Ermordung der Juden?
-
Wie reflektierte die katholische Zeitgeschichtsschreibung den Nationalsozialismus?
-
Die Bewertung des katholischen Widerstandes?
-
Führt die öffentliche Diskussion über Zwangsarbeit zu einem anderen Umgang mit der eigenen Vergangenheit?
|
Die ReferentInnen und ihre Themen:
|
