Vielen Dank für die Übersendung der FAQ zum Gemeinsamen Abendmahl beim Ökumenischen Kirchentag. Mit allen dort aufgeführten Positionen stimme ich voll überein, und mir gefällt die klare und kompetente Art der Begründung. Es ist doch gut, dass es Theologen gibt, die etwas von ihrem Fach verstehen.
Über die Informationen der Initiative Kirche von unten (IKvu) und die Kirchenvolksbewegung "Wir sind Kirche" (WsK) bezüglich der geplanten Veranstaltungen am Ökumenischen Kirchentag habe ich mich sehr gefreut. Das Thema "Ökumenische Abendmahlsgemeinschaft" ist für mich seit langem von großer Bedeutung.
Ich habe dazu vor einigen Wochen im
Patmos-Verlag ein Taschenbuch herausgebracht:
"Eintritt frei! Plädoyer für ökumenische Abendmahlsgemeinschaft". Das
Buch könnte für Sie sicher eine Argumentationshilfe sein. Vom offiziellen
Kirchentag bin ich nicht als Referent eingeladen worden, weil meine Position
in dieser Frage anscheinend zu "radikal" ist und vom offiziellen Kirchentag
verschwiegen werden soll. Ich würde gerne mit Ihnen in Kontakt bleiben!
(...)
Ich habe die Initiatoren der für Berlin außerhalb des offiziellen Kirchentagsprogramms geplanten Mahlfeier mit "Eucharistischer Gastfreundschaft" als fromme, ökumenisch engagierte Mitglieder der katholischen Kirche kennenlernen dürfen und halte ihr Vorhaben für einen ökumenisch maßvollen Vorschlag mit Vorbildcharakter. Die Initiatoren dieser umstrittenen Mahlfeier haben die Ergebnisse des modernen ökumenischen Dialogs auf ihrer Seite, die alle eine wachsende Gemeinschaft im Glauben zwischen den Kirchen bezeugen.
Hinweis: Texte von Dr. Johannes Rehm finden sich auch in diesem IKvu-SPECIAL:
Prof. Dr. Peter Trummer, Universität Graz:Ihr Projekt entspricht ganz dem, was ich in meinem Buch "'...dass alle eins sind!' Neue Zugänge zu Eucharistie und Abendmahl" offen gelegt habe.
Hinweis: Eine Rezension dieses Buches durch Ingrid Thurner findet sich auf der Website der Plattform "Wir sind Kirche" (Österreich). Informationen zum Inhalt des Buches und zum Verfasser finden sich auf der Website der Universität Graz (Institut für Neutestamentliche Bibelwissenschaft).
Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre Initiative und begrüße Ihre Dokumentation der wichtigen Informationen, Positionen und Argumente zu den geplanten ökumenischen Gottesdiensten beim Berliner Kirchentag! So können sich viele Kirchentagsbesucher ein fundiertes Urteil bilden, und ich hoffe sehr, dass viele Katholiken guten Gewissens Abendmahlgemeinschaft feiern werden.
Hinweis: Informationen zu Prof. Steinkamp finden sich auf der Website der Universität Münster (Seminar für Pastoraltheologie und Religionspädagogik).
Prof. Dr. Hans Küng, Universität Tübingen:Mir ist es unbegreiflich, dass trotz aller theologischen Gutachten ein gemeinsames Abendmahl sowohl von der katholischen wie der protestantischen Hierarchie blockiert wird. Auch wenn ein katholischer und ein evangelischer Mahlgottesdienst mit der Einladung zur wechselseitigen eucharistischen Gastfreundschaft nur eine Minimalrealisierung von dem darstellt, was auf dem ersten ökumenischen Kirchentag in Berlin 2003 geschehen sollte, ist es doch ein Lichtblick und ein Schritt in die richtige Richtung, den hoffentlich möglichst viele mitgehen.
(aus dem Weihnachtsbrief 2002 der KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche")
Die Chance, mit dem ersten Schritt
praktizierter eucharistischer Gastfreundschaft auf dem gemeinsamen Berliner
Kirchentag im Jahre 2003 zu beginnen und sich so sichtbar auf den Weg in die
künftige Gemeinschaft der Kirchen zu begeben, sollte nicht vertan werden.
(aus dem Weihnachtsbrief 2002 der KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche")
Hinweis: Zum Thema ist auch das Buch "Eucharistische Gastfreundschaft. Ein Plädoyer evangelischer und katholischer Theologen", hrsg. von Johannes Brosseder und Hans-Georg Link, erschienen. Eine Rezension findet sich im Beitrag von Udo Waschelitz: "Im Glauben vereint, aber am Tisch des Herrn getrennt".
Weitere Stellungnahmen bitte an den Webmaster oder an:
"Arbeitkreis Ökumene" von IKvu und WsKFür Rückfragen: Carl-Peter Klusmann, |
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