Thomas Wystrach:

Fragen zur "ökumenischen Sensibilität"
Ist der Ökumenische Kirchentag "päpstlicher als der Papst"?


An die evangelische Präsidentin
und den katholischen Präsidenten
des Ökumenischen Kirchentags 2003

Willich-Anrath, den 4.3.2003

Sehr geehrte Frau Dr. Raiser,
sehr geehrter Herr Prof. Dr. Meyer,

Meyer und Raiser (ÖKT-Präsidium)

heute habe ich mir das Programm des "Ökumenischen Kirchentages" aus dem Internet herunter geladen und begonnen, es mit großem Interesse durchzusehen. Ich teile Ihre Freude, "dass gewachsenes Vertrauen und der Geist ökumenischen Miteinanders ansteckend wirken und alle, die am ÖKT teilhaben, mit Begeisterung erfüllen" wird (S. 8). Ebenso bin ich der Ansicht von Landesbischof Huber und Kardinal Sterzinsky: "Der Wunsch unter Christen nach Gemeinschaft und Einheit ist mit dem, was bis heute möglich ist, bei weitem nicht gestillt" (S. 9).

Unverständlich bleibt mir allerdings Ihr Hinweis auf Seite 10: "Zusammen mit dem Gemeinsamen Vorstand des Ökumenischen Kirchentages bitten wir darum, die in den Kirchen gültigen Regeln zu achten und in Bezug auf Eucharistiefeier und Abendmahl in ökumenischer Sensibilität miteinander umzugehen".

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir auf diese Fragen plausible Antworten geben könnten.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Thomas Wystrach


Thomas Wystrach ist Mitglied des gemeinsamen Arbeitskreises Ökumene der Initiative Kirche von unten und der KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche".

E-Mail: wystrach@ikvu.de

Thomas Wystrach


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