Kriterien:
- Stehen Sie als Bischof in der Apostolischen Sukzession? Von
welchem Bischof wurden Sie geweiht? Wer hat den Bischof geweiht, der
Sie geweiht hat?
Wir Frauen brauchen eine transparente, klare Sukzession, die
deutlich macht, dass der Bischof, der uns weiht, in den letzten drei
Weihevorgängen die direkte Sukzession der römisch-katholischen
Kirche nachweisen kann.
- Können Sie sich vorstellen, Frauen zu weihen? Was sind ihre
Motive dafür?
- Möchten Sie Frauen "heimlich" weihen, oder würden Sie sich
offiziell zur Frauenweihe bekennen?
- Haben Sie eine konkrete Diözese, eine "Personal-Prälatur" (wie
die Integrierte Gemeinde oder Opus Dei), oder eine "virtuelle
Diözese" (wie Bischof Gaillot)? - alle drei Formen sind willkommen.
- Leben Sie ehelos, sind sie verheiratet oder geschieden?
Zur Erläuterung: Wir greifen nicht in die Lebensform eines Bischofs
ein. Jeder Mensch soll und muss selbst entscheiden, in welcher
Kommunikations- und Liebesform er leben will. Ein "eheloser" Bischof
ist für uns Frauen keine Bedingung für die Weihe. Wir würden
es eher begrüßen, wenn er den Vorstellungen des Hl. Paulus im Brief
an Timotheus von einem Bischof entspricht: "Der Bischof soll ein
Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratete, nüchtern, besonnen,
von würdiger Haltung, gastfreundlich, fähig zu lehren ... ein guter
Familienvater ..." (1 Tim 3,2).
- Halten Sie Reformen in der Kirche für eine stetige Erneuerung
als unumgänglich?
- Wollen Sie mit allen Kräften eine Kirchenspaltung vermeiden,
auch wenn Sie sich zur Frauenpriesterweihe bekennen?
Wir Frauen wollen keine Konfrontation mit der römisch-katholischen
Kirche, sondern zu einem vernünftigen Dialog mit ihr kommen, in dem
die Notwendigkeit geklärt wird, dass auch Frauen geweiht werden.
Diese Fragen sind für uns wichtig,
danach haben wir unsere "Weihebischöfe" ausgewählt. Diejenigen, die
meinen, es müssten zusätzliche "Qualifikationen" bezüglich sexueller
Orientierung vorliegen, irren sich grundlegend. Auf eine solch
primitive Argumentationsebene begeben wir uns nicht. Die Kirche musste
gerade in den letzten Jahren zur Kenntnis nehmen, zu welchen
Abartigkeiten die Fixierung auf eine unnatürliche Sexualität geführt
hat. Diese Irrtümer werden wir nicht fortsetzen.
Für den Ausbildungslehrgang:
Christine Mayr-Lumetzberger, Gisela Forster |