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weil mich die Synode
aus bibeltheologischen Gründen, aus Gründen der Tradition, des
Glaubenssinnes des Volkes und aus Gründen der Vernunft mit 84,1%
Zustimmung dazu ermächtigt hat;
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weil Christus Mensch
wurde, nicht Mann, nicht Frau, und den Schoß einer Frau und Mutter
nicht verschmähte;
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weil durch die Taufe
alle am königlichen, prophetischen und priesterlichen Amt Christi
teilhaben;
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weil in der Bibel nur
Christus "Priester" genannt wird und sich das dreigeteilte Amt erst
ab dem 2./3. Jahrhundert entwickelt hat;
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weil es das Sakrament
der Priesterweihe erst sehr spät gibt (ab dem 5. Jahrhundert) und
die Lehre vom "unauslöschlichen Merkmal", das bei einer Weihe
übertragen wird, erst endgültig seit dem Trienter Konzil (16.
Jahrhundert);
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weil der
12-Männer-Kreis symbolische Bedeutung hat (12 Stämme - 12 Apostel!)
und das Argument "Jesus wählte keine Frau" nicht gelten kann; er
wählte auch keinen Nicht-Juden;
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weil die Frau nach der
Schöpfungs- und Erlösungsordnung Christus und die in Christus
versammelte Gemeinde genauso repräsentieren kann wie ein Mann;
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weil die höchste
Christus-Repräsentation in der frühen Kirche von Frauen und Männern
im Martyrium geschah und Märtyrer einen höheren Rang einnahmen als
z. B. Bischöfe;
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weil es biblisch und
theologisch kein wirkliches Gegenargument gibt;
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weil Frauen in der
Bibel als Apostolinnen, Prophetinnen, Missionarinnen und Lehrerinnen
gewirkt haben und Hausgemeinden vorstanden;
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weil der auferstandene
Christus selbst Maria von Magdala als erste Zeugin der Auferstehung
zu den Aposteln sendet; weil Jesus mit der samaritanischen Frau am
Jakobsbrunnen ein theologisches - und das erste biblisch bezeugte
ökumenische - Gespräch führt;
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weil Frauen in der
Bibel Maria von Magdala, Johanna und Susanna u. a. Jesus mit ihrem
Besitz dienten;
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weil die Wirklichkeit
Gottes sowohl den "männlichen" Logos- als auch den "weiblichen"
Sophia-Gedanken umfaßt;
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weil Gott universal
ist und zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten
nicht unterschiedlich berufen kann;
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weil der Grund der
"kultischen Unreinheit" nach der Botschaft Jesu überholt ist, da
alles, was Gott geschaffen hat, gut ist und geheiligt wird durch die
Annahme unter Dank und Gebet (1 Tim 4,1-4);
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weil durch die Taufe
grundsätzlich nationale, gesellschaftliche und geschlechtliche
Unterschiede aufgehoben sind (Gal 3,28);
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weil man nicht ein
Sakrament gegen ein anderes stellen kann, sonst müßte man Frauen,
"wenn sie weiheunfähig sind", auch als taufunfähig bezeichnen;
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weil kein ökumenisches
Konzil noch irgend ein gesamtkirchlich verbindlicher Text die
Frauenweihe mit dogmatischen Gründen ausschließt;
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weil die Kirche dem
Wandel der Zeit unterworfen ist durch das Wirken der
Geist-Wirklichkeit Gottes, die heute genauso am Werk ist wie zu
Beginn der Kirche und weht wann, wo und wie sie will;
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weil es um das Heil
des ganzen Menschen geht und all unser Kirche-Sein immer offen
bleiben muß für die größere Wirklichkeit des umfassenden Heiles des
Kommens des Reiches Gottes;
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weil Frauen damals
eine andere gesellschaftliche Stellung und Geltung hatten als heute;
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weil die
Sündenfallgeschichte in ihrer Auswirkung bis heute allein Eva die
Schuld gab und gibt, während Adam widerspruchslos ein "Mitesser"
war;
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weil gegen den Geist
Jesu frühchristliche Frauentraditionen systematisch unterdrückt und
zum Verschwinden gebracht wurden und erst heute mühsam wieder
aufgedeckt werden;
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weil gegen den Geist
Jesu aus einer Kirche der Gleichgestellten und aus der
geschwisterlichen Ordnung (Mt - Gemeinderegel) Über- und
Unterordnung wurde;
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weil gegen den Geist
Jesu kirchliche Patriarchalisierung Frauen vom Amt ausschloß und
dies der Tendenz nach schon in den Pastoralbriefen beginnt und sich
bei den Kirchenvätern fortsetzt;
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weil die Polemik
einiger Kirchenväter gegen das kirchliche Amt von Frauen nicht nur
zur theologisch falschen Lehre von der Minderwertigkeit der Frau,
sondern auch zur skandalösen Gleichsetzung von Frau und Häresie
geführt hat (Hieronymus);
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weil gegen den Geist
Jesu z. B. Tertullian Frauen verachtet und fürchtet und der Frau
nicht nur die Verführung des Mannes, sondern auch die der Engel
vorwirft und sie als "Einfallstor aller Sünde und des Teufels"
diffamiert, was sich schlimm ausgewirkt hat, aber heute von
niemandem ernsthaft vertreten werden kann;
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weil man biologisch
falsch noch bis ins 19. Jahrhundert glaubte, im Sperma des Mannes
sei der ganze Mensch enthalten und die Frau trage nur den
schützenden Nährboden für den Fötus bei;
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weil es auch in
anderen Fällen in der Kirche immer wieder Neuerungen gab:
Zölibatsgesetz, liturgische Sprache, Kirchenstaat, neue Ämter und
Dienste;
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weil Frauen als
Diakoninnen - vor allem im Osten - im ersten Jahrtausend der Kirche
bestens bezeugt sind und die gleiche Weihe wie die Männer empfingen
(consecratio, nicht benedictio);
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weil historische
Argumente gegen Frauen im Amt wie "Wiederkehr der Göttinnen",
"Heiden nehmen Anstoß", "Gefahr des Einflusses reicher Frauen"
(Witwen) ... heute nicht mehr gelten;
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weil in der
konfliktreichen, geschichtlichem Diskussion um Weiheämter für Frauen
vor allem Machtfragen, Probleme der Anerkennung und der öffentlichen
Geltung eine entscheidend negative Rolle gespielt haben und aus eben
diesem Faktum heute ein positives Argument wird;
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weil der Geist des
Evangeliums dem Buchstaben der Tradition widerspricht und die Gründe
für die Nachordnung der Frau (sie gehöre nicht an den Altar bzw.
könne nicht lehren) entweder vorchristlicher Sakralordnung oder
spätmittelalterlicher Lehre entspricht und somit sozio-kulturell
bedingt sind;
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weil der von
Tertullian und neuerdings wieder angeführte Verhinderungsgrund "der
sündhaften Unordnung" (Johannes Paul II) nicht nur Frauen, sondern
alle Menschen betrifft;
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weil kirchenrechtliche
Bestimmungen wandelbar sind und die ontologische Begründung einer
wesentlich entscheidenden Differenz zwischen Frau und Mann einer
bestimmten (scholastischen) philosophischen Strömung entspringt, die
später durch andere philosophische Systeme und Denkweisen (z.B.
Existenzphilosophie) relativiert, ergänzt und überholt wurde;
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weil die
Frauenordination heute eine Notwendigkeit ist und die
Glaubwürdigkeit der Kirche auf dem Spiel steht;
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weil weit mehr Frauen
als Männer sich religiös engagieren und am Gottesdienst teilnehmen
und die Kirche die Frauen braucht;
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weil Frauen noch zu
Beginn unseres Jahrhunderts "nicht für fähig gehalten wurden, im
Kirchenchor mitzusingen" (Pius X), wozu sie später doch fähig wurden
(vgl. auch Ministrantinnen!), wenn auch "im gemischten Kirchenchor,
getrennt von den Männern" (Pius XII);
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weil es nach heutigem
Empfinden natürlich und vernünftig ist, während es Paulus für
unnatürlich hielt, wenn Frauen kurze Haare und Männer lange Haare
tragen (vgl. 1 Kor 11,14);
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weil zu den
herkömmlichen Kriterien bei der Beurteilung einer kirchlichen und
den Glauben berührenden Angelegenheit: was sagt die Bibel, was sagt
die Tradition, was sagt die öffentliche Meinung? noch das Kriterium
der Gerechtigkeit hinzukommen muß;
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weil die Kirche kein
Recht hat, berufene Menschen von einem kirchlichen Auftrag
grundsätzlich auszuschließen;
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weil das Geschlecht
eines Menschen nicht über die Fähigkeit zu einem kirchlichen Dienst
befinden kann;
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weil "katholisch"
allumfassend bedeutet und die anglikanischen und reformatorischen
Kirchen, die Frauen ordiniert haben, nicht allesamt im Irrtum sein
können, vielmehr Teile der einen, heiligen, katholischen und
apostolischen Kirche sind;
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weil die Kirche
Christus, dem Herrn der Kirche, und Gott nicht vorschreiben bzw.
erlauben kann, unter welchen Bedingungen er einen Menschen und wen
er in seinen Dienst berufen will;
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weil die
männerdominierte Theologie und Christologie längst durch die
Frauensicht ergänzt und bereichert worden ist und noch weiterer
Ergänzung und Vervollständigung bedarf;
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weil die Kirche Frauen
in kirchlichen Ämtern für ihre zukünftige Existenz braucht, um so
die umfassende Heilssendung Christi zu bezeugen;
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weil es längst nicht
mehr nur um Gleichberechtigung und um Sonderrechte für Frauen und
ihre Beteiligung in der Gesellschaft geht, sondern um die Zukunft
der Kirche in dieser Gesellschaft überhaupt;
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weil damit die
Tradition der Diskriminierung der Frauen theologisch und kirchlich
aufgehoben wird.