Initiative
Kirche von unten (IKvu)
beim 29. Deutschen
Evangelischen Kirchentag
13. - 17. Juni 2001 in Frankfurt am Main
10.15 Uhr Sammeln vor der Festhalle (Messe):
Demonstration ins Bankenviertel
10.30 Uhr Dresdner Bank (gestaltet von der Internationalen Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im südlichen Afrika)
Thema: Unrechtmäßige Schulden
Commerzbank (gestaltet von "Erlassjahr
2000")
Thema: Internationales Insolvenzverfahren
Börse (gestaltet von ATTAC)
Thema: Devisenumsatzsteuer
13.00 Uhr Deutsche Bank (gestaltet von der Initiative Ordensleute für den Frieden)
Thema: Zinsnehmen
13.30 Uhr Abschlusskundgebung
Die Reichen sind reicher und die Armen sind zahlreicher geworden. Das ist das Fazit des jetzt vorgelegten Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung. Luxus auf der einen, Armut, Sozialabbau und Perspektivlosigkeit auf der anderen Seite sind Kennzeichen unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit. Besonders von Armut betroffen sind allein erziehende Frauen, kinderreiche Familien, Arbeitslose und SozialhilfeempfängerInnen. Der Niedriglohnsektor wird ausgeweitet. Deshalb schützt auch ein Arbeitsplatz nicht immer vor Armut.
Die Kluft wird größer: Nicht nur bei uns, in einer der reichsten Gesellschaften der Erde, sondern weltweit öffnet sich die Schere zwischen reichen und armen Ländern. Die Folgen sind: Hunger, Kriege, Flüchtlingsströme und Umweltzerstörung.
Wir protestieren im Frankfurter Bankenviertel, im Zentrum ökonomischer Macht. Die hier befindlichen Großbanken häufen Riesengewinne an. Dies geht zu Lasten einer sozial gerechteren Gesellschaft und auf Kosten der Länder Afrikas, Lateinamerikas und Asiens. Insbesondere durch die Unterstützung unterdrückerischer Regierungen, wie kürzlich noch die des Apartheidsstaates in Südafrika, haben die deutschen Großbanken große Schuld auf sich geladen.
Deutsche Banken haben durch ihre Beteiligung an Spekulationen gegen schwache Währungsländer Finanzkrisen in Asien und Lateinamerika mit verursacht. Sie haben Kredite für Großprojekte vergeben, ohne ihre kulturelle, soziale und ökologische Verträglichkeit zu berücksichtigen. Die Verhältnisse dürfen nicht so bleiben. Die Macht des Geldes muß durchkreuzt werden, damit die Politik gegen den "Terror der Ökonomie" wieder eine Chance hat.
Der Staat muß laut Verfassung für eine gerechte Sozialordnung sorgen. Die Bundesrepublik Deutschland ist durch ihre Zugehörigkeit zu internationalen Organisationen verpflichtet, Beiträge zum friedlichen Ausgleich unter den Völkern und finanzielle Hilfen zu leisten. Im Bankenviertel wollen wir verdeutlichen, daß Kapitalmacht zurückgedrängt werden muß, damit sich Frieden und Demokratie, Gerechtigkeit und Solidarität durchsetzen können - hier und überall.
Den Aufruf zum Protestzug unterstützen als Erstunterzeichner:
Attac Rhein-Main
Aktionsbündnis "Aufstehen für eine andere Politik"
Bündnis gegen Bankenmacht
ChristInnen für den Sozialismus (CfS)
DGB Frankfurt am Main
Frankfurter Sozialbündnis
Initiative Christenrechte in der Kirche
Initiative Kirche von unten (IKvu)
Initiative Ordensleute für den Frieden (IOF)
Internationale Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im Südlichen Afrika
Kairos Europa
Kampagne Erlaßjahr 2000
Kirchliche Arbeitsstelle für das Südliche Afrika (KASA)
Mainzer Arbeitskreis Südliches Afrika (MAKSA)
Nord/Süd-Forum
Oikokredit
Ökumenisches Forum Oberhausen
Ökumenischer Friedensweg
Pax Christi Limburg
V.i.S.d.P.: Pater Gregor Böckermann, Guiolettstraße 35,
60325 Frankfurt am Main
Spenden: Sonderkonto Ostermarsch, Konto-Nr. 261 365 5000 - SEB - BLZ 500 101 11
Initiative
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53111 Bonn
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