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Initiative Kirche von unten |
KirchenVolksBewegung |
"Ökumene wächst von unten!"
Solidarität mit Prof. DDr.
Gotthold Hasenhüttl
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Father Hasenhüttl,
I read in the National Catholic Reporter (11.7.2003; USA) that
you had noted "(Jesus) did not exclude anyone, not even Judas" from
Communion. I very much agree and have argued this point as well to
promote the inclusiveness of Communion. I am a Christian and member of a
Presbyterian Church in Albany, New York, U.S. I firmly believe in a
welcoming and open Communion. I hope for the day when Catholics and
Protestants and others who follow Christ will be able to join together
at the "Lord's table" not our own. Thank you and may you stand firm.
Peace, Jon Rice, Albany, New York, USA
Sehr geehrter, lieber Herr
Prof. Hasenhüttl,
ich möchte meine Solidarität zu Ausdruck bringen und Ihnen für Ihren Mut
danken, das, was Sie für richtig gehalten haben, auch zu tun. Ich bin
überzeugt, dass das ganz im Sinne Jesu ist.
Mit guten Wünschen für die Zukunft, Werner S.
Membre depuis longtemps
d'un groupe oecuménique, je tiens à vous exprimer ma solidarité et ma
certitude que Jésus n'est pas dans les durcissements de l'Église mais
avec ceux qui cherchent à se rapprocher dans une même foi car il est
venu "rassembler dans l'unité les enfants de Dieu dispersés".
Geneviève Lemaître (Belgien)
Lieber Bruder Hasenhüttl,
meine Frau und ich waren Gäste der Mahlfeier in Berlin. Wir sind Ihnen
dankbar für die erfahrene Ermutigung. Zwischen unseren Kirchengemeinden
vor Ort (in Erfurt) gibt es intensive ökumenische Kontakte, seit Jahren
auch regelmäßige Agape-Feiern. Der Ökumenische Arbeitskreis beider
Gemeinden wird sich ab Herbst mit dem aktuellen Geschehen nach dem
Berliner Kirchentag beschäftigen. Wir wünschen Ihnen, dass Sie auch in
den jetzigen (und bevorstehenden) Auseinandersetzungen die Gelassenheit
und Kraft geschenkt bekommen, mit denen Sie im Berliner Gottesdienst so
überzeugend Ihren Dienst getan haben.
Herzliche Grüße, Gerlinde und Martin R.
Sehr geehrter, lieber Herr
Prof. Hasenhüttl,
die Evangelische Hochschulgemeinde an der Technischen Universität
München, vertreten durch Hochschulpfarrer Dr. Hermann Probst und mich,
möchten Ihnen von Herzen unsere Solidarität ausdrücken im Blick auf die
Beschwernisse, die Sie nach dem gemeinsam gefeierten Gottesdienst in der
Berliner Gethsemanekirche auf sich genommen haben und weiter zu bestehen
haben. Wir empfinden mit vielen Gläubigen in unserer Kirche Ihre Haltung
als eine vorbildliche, ermutigende und eine „offene Ökumene“ fördernde.
Wir bitten für Sie um Kraft, dies alles durchzustehen und möchten Sie
bestärken in der Hoffnung, dass Ihre Kirche nicht weiter in die
Isolation gerate.
Es ist für uns schwer vorstellbar, wie die große Einladung, die Jesus ausgesprochen und gelebt hat, das, was wir als „lebendiges Evangelium“ verstehen und glauben, und was uns genug herausfordert, jeden Tag in die Tat umgesetzt zu werden, von den Menschen gemachten Bestimmungen eines Codex Iuris Canonici eingeschränkt werden könnte. Als diejenige, die mit Ihnen zusammen an diesem Gottesdienst mitgewirkt hat und mit Ihnen - ich werde das nie vergessen - Brot und Wein an die vor den Kirchentüren Wartenden ausgeteilt hat, schließe ich Sie in unsere Gebete ein. Dieser Gottesdienst war für mich einer der gesegnetsten, den ich je erlebt habe.
Wir warten sehnsüchtig darauf, dass sich im Geist der Eucharistischen Gastfreundschaft bald alle Christinnen und Christen ohne Furcht begegnen können!
Mit herzlichen Grüßen
Ihre Dr. Brigitte Enzner-Probst,
Evangelische Hochschulgemeinde TU München
Lieber Herr Prof. Hasenhüttl,
ich habe im österreichischen Fernsehen einen Beitrag über Sie über die jüngsten Vorfälle gesehen. Schön, dass es so ehrliche und mutige Christen gibt, wie Sie. Ökumene bedeutet nicht, immer wieder die Unterschiede zwischen den Konfessionen zu betonen, sondern die Gemeinsamkeiten zu sehen. Sie sind wirklich ein Lichtblick!
Ich wünsche Ihnen viel
Kraft und Gottes reichen Segen!
Christine L.
An Herrn Bischof Marx:
Ich habe Ihre Erklärung zur Suspendierung von Prof. Hasenhüttl gelesen. Dass Sie eine gemeinsame Eucharistiefeier von Christen als Schaden für die Ökumene bezeichnen, kann ich nicht nachvollziehen. Bedeutet Ökumene für Sie, immer wieder klar zu stellen, welche Unterschiede es zwischen Konfessionen gibt. Warum wollen Sie nicht die vielen Gemeinsamkeiten sehen? Ich würde mal sagen, sie überwiegen wohl eindeutig. Meiner Meinung nach, sollte man so "in einer ernsthaften Weise auf die Einheit der Christen zugehen", indem man die Einheit schafft und nicht Einheit verbietet und bestraft.
Sie schreiben, dass Sie sich um die "Glaubwürdigkeit der Kirche" bemühen, dass Sie sich der "kirchlichen Ordnung verpflichten", Sie tragen Sorge um die "Einheit der katholischen Kirche" und dass Sie sich als Bischof Ihrer Verantwortung nicht entziehen können. Dass Sie eine große Verantwortung haben, da bin ich ganz Ihrer Meinung, aber nicht nur gegenüber einer katholischen Kirche, ich würde eher sagen, in erster Linie gegenüber unserem HERRN. Und diese Verantwortung kann ich in Ihrer Entscheidung nicht sehen. Wo bleibt die Glaubwürdigkeit des Christentums?
Mission ist sehr wichtig, besonders wenn man sieht, dass immer mehr Menschen von der katholischen Kirche (bzw. dem Christentum) nichts mehr wissen wollen. Mission ist sehr schwer, wenn die Menschen sehen, dass in der Kirche, in der man von Nächstenliebe und Einheit redet, Streit wegen einer gemeinsamen Feier herrscht, besser gesagt, diese Feier verboten wird und Feiernde bestraft werden.
Mission ist in unseren Ländern sehr schwer, in denen viele Priester und Bischöfe sich den Kopf mehr über kirchliche Ordnung und irgendeine Glaubwürdigkeit zerbrechen, als um das Heil der Menschen. Denn dadurch werden wir (Christen) weniger glaubwürdig!
Christine L.
Sehr geehrter Herr
Professor Hasenhüttl,
inmitten dieser für mich immer unverständlicher wirkenden Reaktionen
weiter (und leider wichtiger oder besser bzw. nicht ohne Bitternis
gesagt: einflussreicher) Teile unserer römisch-katholischen Amtskirche
auf Ihre Einladung zum Mahl an alle während eines Gottesdienstes beim
ÖKT in Berlin möchte ich Ihnen hiermit meine volle und uneingeschränkte
Solidarität für Ihr Verhalten und den sich darin äußernden Geist
ausdrücken.
Es ist in anderen Solidaritätsadressen schon viel gesagt worden, dem ich wenig mehr hinzufügen könnte: Dem meisten kann ich mich nur zustimmend anschließen. Sollte die Entwicklung in der Amtskirche sich in dieser Weise fortsetzen, sehe ich für mich - wie viele andere auch - kaum mehr eine Zukunft in dieser (Amts-) Kirche. Und doch - ja, fast zum Trotz! - glaube ich fester denn je: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter Ihnen!
Bleiben Sie weiterhin
Ihrem Glauben und Gewissen treu! Gottes Geist schenke Ihnen Kraft und
Mut.
In Verbundenheit, Stephan R.
Dear Father / Professor
Hasenhuettl:
Thank you for your courageous ecumenical effort. I support you in your
desire to work for expressing unity with all those who believe in and
love the Lord. I regret that you have been disciplined by the German
hierarchy and that you have lost your teaching position at the
university.
I recently returned from Rochester, NY in the USA and a conference of FCM (Federation of Christian Ministries). The keynote speaker at our conference was a woman, Mary Ramerman, ordained a priest last year by an "Old Catholic" bishop from California. The closing liturgy was concelebrated by Mary, Denise Donato (also ordained last October) and Father Jim Callan all pastoring at Spiritus Christi Church there in Rochester. They have 1500 families who broke off from Corpus Christi parish a few years ago when the bishop was pressured to transfer Fr. Jim Callan due to:
his inviting all to communion who loved the Lord and believed in Jesus presence in the Eucharist
allowing a woman to stand beside him on the altar during Mass and
welcoming gays and lesbians and divorced persons to Eucharist.
So, you are in good company. Peace, George L.
Ich stehe voll und ganz
hinter ihnen. Leider konnte ich am Ökumenischen Kirchentag in Berlin
nicht teilnehmen; bei den Katholikentagen in Mainz und Hamburg war ich
in den ökumenischen Gottesdiensten, die für mich jeweils die Höhepunkte
waren. Ein solches Gemeinschaftsgefühl habe ich in noch keinem
katholischen Gottesdienst erlebt.
Ich bewundere Ihren Mut. Sie sind der Kirche ein Stück voraus.
Irgendwann - hoffe ich sehr - wird es Alltag sein, das Mahl mit allen
Christen zu feiern; Brigitte L.
Sehr geehrter Hr.
Hasenhüttl,
ich danke Ihnen für Ihre mutige Aktion. Es wäre schön, wenn es mehr
"Amtsträger" wie Sie gäbe.
Danke, Susanne H.
Man stelle sich vor, der auferstandene Jesus hätte Berlin besucht und sich auf dem ökumenischen Kirchentag umgesehen. Ob er an dem gemeinsamen Abendmahl der katholischen und evangelischen Christen teilgenommen hätte, das Pfarrer Hasenhüttl zelebrierte? Oder hätte er lieber eine streng katholisch oder evangelisch ausgerichtete Zeremonie gewählt? Und welche Kirche hätte er dann bevorzugt? Die Antwort erübrigt sich wohl: Da Jesus zu seinen Lebzeiten keine Berührungsängste zeigte und sich mit Huren, Zöllnern und Heiden an einen Tisch setzte, wäre es ihm vermutlich völlig egal, ob er mit evangelischen oder katholischen Christen das Mahl teilte. Und gegen die Teilnahme von Muslimen, Juden oder von anderen Religionsangehörigen, selbst von Atheisten, würde er sicherlich auch nichts einwenden.
Man kann sich nur darüber freuen, dass die Menschen die Verantwortung selbst in die Hand nehmen und in ihrem eigenen Leben starre Grenzen, Dogmen, Ideologien und Vorurteile durch Liebe, unbefangene eigene Wahrnehmung und Vernunft aufbrechen und überwinden. Wenn die Schäflein weglaufen, werden eines Tages vielleicht auch Hardliner, Päpste, Amtskirchenträger und Dogmengläubige aufwachen. Vor einiger Zeit bat der jetzige Papst um Vergebung für die Sünden der katholischen Kirche. In nicht allzu ferner Zeit wird ein anderer Papst um Vergebung bitten für die Sünden der Lieblosigkeit, die die Kirche heute begeht. Ich hoffe, dass Pfarrer Hasenhüttl und Bischof Marx dies noch erleben.
Mit freundlichen Grüßen, Regina B.
Ich möchte mich als "einfachen Gläubigen" bezeichnen. Evangelisch getauft, waren Elternhaus, Religions- und Konfirmandenunterricht nicht ausreichend, eine überzeugende Verbindung zu Kirche und Glaube herzustellen. Ein gewisses Maß an Respekt und Neugier waren immer vorhanden, doch empfand ich die Institution Kirche eher als doppelbödig, Glaube war in dieser Zeit nicht erreichbar. Zwei Erfahrungen haben mir das Geschenk meines Lebens, meinen Zugang zum Glauben geebnet. Zum einen war das die Bekanntschaft eines Menschen der tief und wahrhaftig im Glauben lebt und aus seinem Glauben große innere Kraft erfährt. Dass die Kirchengemeinschaft weder evangelisch noch katholisch ist, war für mich ohne Belang.
Davon unabhängig habe ich zu meinem eigenen Glauben gefunden, als ich IHN erkennen durfte im Verlaufe meiner ersten Fastenzeit. Seither spüre ich IHN und empfinde eine große Sehnsucht, meinen Glauben umfassender zu leben. Die literarische Auseinandersetzung meiner vielen Fragen zu Glaube und Religion verläuft über Konfessionen und Religionen hinweg. Entsprechend überkonfessionell finde ich hie und da Lichter, die meinen Glauben wärmen.
Des katholischen und anderen Kirchenrechts völlig unkundig, entnehme ich der Presse, wie die katholische Kirche glaubt, ein ökumenisches Glaubensbekenntnis bewerten und verfolgen zu müssen. Bei allen Punkten, die man auch noch diskutieren könnte, bin ich mir des Einen sicher: Mein Gott hat mehr Verständnis für "die Tat von Hasenhüttl" als für dieses Kirchenrecht. Und ich vermute, der SEINE auch. Ich bewundere seinen Mut und danke ihm für das, was er für die Gläubigen getan haben. Der katholischen Kirche wünsche ich mehr Hasenhüttls - nicht weniger.
Es war mir ein großes Bedürfnis, diese Zeilen zu schreiben, Ihr Thomas H.
Sehr geehrter Pfarrer
Kroll, sehr geehrter Prof. DDr. Hasenhüttl,
wenn auch mit großem zeitlichem Abstand so doch von Herzen Ihnen beiden
einen Gruß, einen Dank und ein Zeichen der Verbundenheit für Ihr
jeweiliges Handeln beim ÖKT! Dass Sie öffentlich das taten, was (meist)
im Stillen vielerorts Praxis ist, ist ein mutiger Schritt gewesen, von
dem ich hoffe und wünsche, dass Sie ihn nie bereuen werden (müssen)! Ich
bin sicher, für viele Menschen in unseren Kirchen waren die gemeinsamen
Feiern ein wichtiger Schritt auf dem weiten Feld der Oekumene - so auch
für mich.
Seit 23 Jahren in einer konfessionsverbindenden Ehe lebend, seit 16 Jahren gemeinsam mit meinem Mann Mitglied in einem Säkularinstitut, das jetzt auf dem Weg ist, die Strukturen so zu verändern, dass es kirchenrechtlich korrekt ökumenisch sein kann und vor einem Jahr zur Pfarrerin meiner Landeskirche ordiniert, bewegt mich die Okumene auf vielen Ebenen, habe ich viel Positives und manches Schmerzliche erfahren. Für diesen Weg braucht es immer wieder Hoffnungszeichen, Nahrung für die Seele und die Sehnsucht - manches auf dem ÖKT zählte dazu, sicher auch Ihr Bekennen zu Christus als dem, der uns an seinen Tisch einlädt.
Ihnen Kraft, Mut, Ausdauer auf Ihrem jeweiligen Weg, vor allem in allem Gottes Segen, Gabriele H.
Sehr geehrter Herr
Professor Hasenhüttl,
mit großer Besorgnis habe ich jedes Kapitel des Trierischen Dramas
gelesen. Ich bin nicht kirchlich gebunden, schätze aber sehr Ihren
mutigen Einsatz für ökumenische Werte und das friedliche
Miteinander-leben.
Mit freundlichen Grüßen aus Stuttgart, Philipa R.
Lieber Herr Professor
Hasenhüttl,
im Namen unserer Gruppe "Pavés Bruxelles" (verbunden mit "Wir
sind Kirche" Deutschland), möchte ich Ihnen ein Zeichen unserer
Solidarität schicken. Sie sind für die Liebe Christi und die Liebe
unserer Zeitgenossen engagiert; Bischof Marx ist für ein dummes,
menschliches, wertloses Gesetz engagiert! Sicher wird eines Tages die
Wahrheit und die Liebe stärker werden als dieser Unsinn! Ich wünsche
Ihnen viel Kraft und Mut!
Edith Kuropatwa-Fevre, Dilbeek (Belgien)
Sehr geehrter Herr
Professor Hasenhüttl,
es stößt auch auf mein Unverständnis, dass meine Amtskirche in Person
der Bischöfe von Eichstätt und Trier so reaktionär handelt. Auf die
zutiefst menschliche Handlungsweise, Menschen einer christlichen – nicht
katholischen, auch nicht evangelischen o.ä. – Interessengemeinschaft,
wie sie sich zum Kirchentag in Berlin zusammengefunden hatte, zum
gemeinsamen Mahl einzuladen, so zu reagieren, kann nur verstehen, wer
Christi Botschaft, wer die Bibel nie im Vollsinne ihrer Worte erfasst
hat. Reaktionäre Menschen meiden die Suche nach den Wurzeln, ist meine
bisherige Lebenserfahrung. Ich erkläre mich mit Ihrer christlichen
Handlungsweise solidarisch. Das ökumenische Kirchenvolk steht
geschlossen hinter Ihnen, Herr Professor! "Ein feste Burg ist unser
Gott!"
Mit freundlichen Grüßen,
Eduard H.
(Lehrer und Religionslehrer im Erzbistum Bamberg)
Sehr geehrter Herr Dr.
Hasenhüttl,
wenngleich auch nur ein "kleiner katholischer Religionslehrer", so bin
ich doch entsetzt über die Reaktion Ihres Bischofs und ebenso über die
Zustimmung zu Ihrer ungerechtfertigten Amtsenthebung durch meinen für
mein Erzbistum Köln zuständigen Erzbischof Kardinal Meisner. Im
Religionsunterricht der Klassen 9 und 10 wurde Ihre Handlung sowie die
Reaktion Ihres Bischofs darauf eingehend thematisiert und ich darf Ihnen
mitteilen, dass wir alle tief betroffen sind. Von dem guten Geist des
ökumenischen Kirchentages hatte ich mir viel versprochen, doch leider
ist es immer wieder gerade die katholische Kirche, die nicht bereit
scheint, auf unsere evangelischen Glaubensbrüder zuzugehen. Ich
befürworte Ihr Vorgehen vom Kirchentag in jeder Hinsicht und erbitte
Ihre weiterhin feste Haltung.
Mit vorzüglicher Hochachtung, Reinhold B.
Hiermit solidarisiere ich
mich eindeutig mit Professor Hasenhüttl und drücke mein Unverständnis
aus für die Entscheidung von Bischof Marx!
Ich war selbst in dem genannten Gottesdienst dabei und war sehr
beeindruckt und begeistert von der Atmosphäre, von den
Worten und Taten von Prof. Hasenhüttl, von der Predigt der Evangelischen
Pfarrerin und von dem spürbaren Engagement all' derer, die an der
Vorbereitung und Gestaltung beteiligt waren!
Natürlich habe ich die "Brisanz" und das mögliche "Risiko" mitbekommen, habe die ungewohnten Worte (und nicht gesagten Worte) während des Hochgebetes wahrgenommen. Bei all' dem stand (und steht) jedoch für mich fest, dass es hier nicht um Provokation von "Kirchenoberen" ging, sondern um mutige (neue) - und theologisch mögliche - gemeinsame Schritte von Christen in eine gemeinsam gewollte Richtung, die in der heutigen Zeit überfällig sind, bevor die Kirchen noch leerer werden!
Ich selbst bin katholisch, 45 Jahre alt, in einer Basisgemeinde engagiert, möchte aber auf diesem Weg auch die Solidaritätsgrüße einer 64-jährigen (katholischen) Kollegin weitergeben, ebenso die einer 90-jährigen alten geistig rüstigen katholischen Dame aus dem Altenpflegeheim, in dem ich arbeite, sowie die Grüße einer 60-jährigen Altenpflegerin, die mit 19 Jahren von der evangelischen zur katholischen Kirche konvertierte und nun bei Familienfesten in ihrer (evangelischen) Ursprungsfamilie durchaus am evangelischen Abendmahl teilnimmt - allein schon, um ihren jugendlichen Neffen und Nichten nicht Spaltungs-, sondern Gemeinschaftsgedanken zu vermitteln! Ich hoffe, dass Bischof Marx recht viele solcher Rückmeldungen erhält, die auch ihn zu einer anderen Sichtweise und neuen Entscheidung gelangen lassen.
Mit guten Wünschen und freundlichen Grüßen, Martina G.
Sehr geehrter Herr
Professor Dr. Hasenhüttl,
ich wäre nicht in der Lage, auf deutsch einen Solidaritätsbrief zu
schreiben. Das beste, was ich tun kann, ist mich auch von ganzem Herzen
im Namen des französischen Vereins
Droits et libertés dans les Eglises (Mitglied des
französischen Netzwerks Parvis und des Europäischen Netzwerks
Kirche im Aufbruch) - an
Elfriede Harths Brief anzuschliessen.
Ich möchte auch sagen, wie hilfreich ich Ihre Aussagen - die im Zusamenhang mit Ihrer Handlung stehen - in Ihrem Gespräch bei Publik-Forum (Nr. 11, 2003) nach dem ÖKT empfinde: "aus solcher Tischgemeinschaft kann gegenseitigen Verstehen erwachsen. Und später könnten aus solchem Verstehen heraus auch neue Kirchenstrukturen entstehen ..."
Mit herzlichen Grüssen, Hubert Tournès
Doktorandenkolloquium
von Prof. DDr. Gotthold Hasenhüttl:
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Ich bewundere und achte
die mutige Vorgangsweise von Professor Hasenhüttl und erkläre meine
ausdrückliche Solidarität!
Mit allen guten Wünschen, Dr. Herbert Kohlmaier, Wien
Mitglied der Plattform "Wir sind Kirche" in Österreich,
Nationalratsabgeordneter und Volksanwalt a.D.
(nationaler Ombudsmann der Republik Österreich)
Lieber Herr Prof.
Hasenhüttl,
mit großem Bedauern habe ich zur Kenntnis nehmen müssen, dass der
Bischof von Trier die Drohung wahr gemacht und Sie suspendiert hat. Ich
möchte Ihnen auf diesem Weg danken für das Zeichen, dass Sie in Berlin
gesetzt haben und hoffe, dass Sich im Umgang mit dem gemeinsamen
Abendmahl Ihre Richtung und nicht die Haltung der Deutschen Bischöfe
durchsetzt.
Mit freundlichen Grüßen, Theo D.
Sehr geehrte Damen und
Herren,
wir erklären uns solidarisch mit dem Handeln der beiden Priester in
Zusammenhang mit der gemeinsamen Mahlfeier in der Gethsemanekirche, an
der wir auch dankbar und tief ergriffen teilgenommen haben.
Mit freundlichen Grüßen, Marianne und Rudolf M. (katholisches Ehepaar)
Sehr geehrter Herr
Professor!
Ich möchte Ihnen meine Solidarität bekunden. Ich durfte Sie im Jahre
2002 brieflich kennen lernen. Nach dem Studium Ihrer Dogmatik hatte ich
Ihnen einige Fragen formuliert und Sie hatten die Güte mir zu antworten.
Ihr Buch hat vieles in mir bewirkt und mich die Dogmatik der 40 Jahre ad
acta legen lassen. Ich wunderte mich sehr, als in las, dass Sie in
Berlin die Messe lasen. Ich dachte mir, Sie seien längst nach Der
Drucklegung Ihres Werkes suspendiert oder gar exkommuniziert worden.
Aber offensichtlich hat Ihr Diözesanbischof und die hohe römische
Glaubensbehörde Ihr Buch nicht gelesen. Ich nehme an, dass Sie die nun
erfolgte Suspendierung nicht belasten wird. Dennoch brauchen Sie
Menschen. die Ihnen ihre Sympatie für Ihr mutiges Tun bekunden.
Ein Mann aus der Gemeinde, in der ich noch als Subsidiar tätig bin, kam zu einem langen Gespräch zu mir. Er besucht mit seiner evangelischen Frau immer wieder meinen Gottesdienst und sie gehen gemeinsam zur Kommunion wie sie auch zum Abendmahl gehen. Er erklärte mir, dass er von den Vorkommnissen der letzten Wochen so geschockt wurde, dass er seinen Austritt aus der Kirche erklärt habe. Ich versuchte ihm klar zu machen, dass ich seine Reaktion durchaus verstehe, dass er aber keine Möglichkeit mehr habe etwas zu bewirken, wenn er draußen sei. Er solle sich lieber der IKvu anschließen und das Kirchensteuergeld, das er nun spart und mir geben wollte, der Initiative überweisen sollte.
Vielen Dank Ihnen für Ihre
Veröffentlichungen und Ihr mutiges Wirken.
Mit freundlichem Gruß, R.K., Pfr.i.R.
Lieber Herr Kollege,
ich finde das kirchenamtliche Vorgehen gegen Sie unerträglich und möchte
Sie meiner Solidarität vergewissern. In meiner Umgebung höre ich nur
noch Unverständnis über den derzeitigen Kurs der römisch-katholischen
Kirche.
Ganz herzlich, Prof. DDr. Norbert Mette
Dear Professor,
in the name of We are Church Portugal I would like to express our
solidarity and admiration for your courage with regard your persecution
by the institutional church. It is a consolation to know that there are
some who are determined to follow their conscience in the name of Jesus
Christ.
Thank you. We pray for you, Ana Vicente
Lieber Professor
Hasenhüttl,
Ratzinger - das war ja nun zu erwarten! Ich hoffe, Sie behalten die
Nerven. Ich werde am Sonntag in meiner Predigt zu Mt 26, 16-20 in der
Eislebener Petri-Pauli-Kirche (Luthers Taufkirche) wenn zwar am Rande,
doch wieder auf diese Vorfälle eingehen. Hier das Ende der Predigt z.K.:
Es fängt doch schon da an, dass Jesus eigentlich keine Kirche, weder eine römisch-katholische noch eine evangelische noch eine wie auch immer orthodoxe, gründen wollte, sondern das Reich Gottes unter die Menschen bringen. Kaum vorstellbar, dass das sich in kirchenrechtlichen Paragraphen, liturgischen Regeln, in Kirchensteuer und Gemeindegliederstatistiken manifestiert. Rechtsgültig getauft werden kann man zum Beispiel hierzulande heute nur entweder katholisch oder evangelisch. Eine "christliche" Taufe ist ausgeschlossen. Dabei würde sie bedeuten, dass man ein Kind "an Gott abgibt", also ein Stück weit loslässt. Das kann eine Beruhigung sein für angespannte und besorgte Eltern und Freiheit bedeuten für ein Lebewesen, das von Menschen ins Dasein gesetzt wurde, die doch letztendlich nicht maßgebend sein können dafür, wie es sich entwickelt. Jedes Menschenleben steht schließlich letztendlich ganz bei Gott. Und ein Kind taufen, heißt, es nach und nach aus den Armen der Eltern dorthin wachsen zu lassen, wo es weitergetragen wird und in seiner ganzen Liebenswürdigkeit aufblühen kann.
Es ist eine ernüchternde, ja bestürzende Vorstellung, dass wir die Taufe herabgewürdigt haben zu einem Kindersakrament mit Konfessionszwang, eigentlich wider alles was wir verkünden. So kann die Kindertaufe, von außen betrachtet, erscheinen als eine Vorbereitung für Verwaltungs- und Kirchensteuerfragen. Ein Mensch, der ohne sein Zutun irgendwann in die Rubrik "evangelisch" oder "katholisch" hineingerutscht ist, kommt dann später wieder unter Druck, wenn er eine "konfessionsverschiedene Ehe" eingeht. Und wenn ein Priester den Mut hat, sich über diese zutiefst absurden, von Menschen ersonnenen Kirchengesetze hinwegzusetzen, und einfach "alle" zu einer gemeinsamen Mahlfeier an den Tisch des Herrn lädt, enthebt ihn "seine Kirche" des Amtes. Er soll seine Schuld, seinen Gesetzesverstoß, bereuen - und hat doch selbst nur das Liebesgebot von Jesus Christus befolgt. "Weck die tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit" und "Gib den Boten Kraft und Mut, Glaubenshoffnung, Liebesglut", wie gerne wird das Lied von der Sonne der Gerechtigkeit gerade bei ökumenischen Veranstaltungen gesungen, aber wie schwer ist es, die Hoffnung zu bewahren, wenn man als Jünger vom Berg hinabsteigt in den Alltag der Kirche in der Welt!
Über den heillosen Zustand der Gemeinschaft der Heiligen könnte man - gerade angesichts der jüngsten Geschehnisse nach dem Berliner Kirchentag - verzweifeln. Sicher, der Heilung bedürfen wir alle immer noch und immer wieder, und "einige aber zweifelten", das sagt uns, dass es den ersten Jüngern nicht anders ging. Und es mag Zeiten und Augenblicke geben, wo wir es müde sind, zu hören, es sei Utopie, angesichts des Zustands der Welt die Bergpredigt ernstzunehmen. "Gut gemeint, aber zum Scheitern verurteilt!" "Menschen, die so etwas wirklich leben, muss man vor sich selbst bewahren", hat mir einmal jemand gesagt. Da könnte man sich unendlich einsam fühlen. Wäre da nicht dieser wunderbare letzte Satz des Matthäus-Evangeliums: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." Er lässt uns über alle Verbohrtheiten, Versperrungen und Verdrehungen dieser Menschenwelt und auch unserer Kirchen hinweg den Himmel sehen. Amen
Nun ist das zwar ein
langes Mail geworden, aber vielleicht braucht auch ein mutiger Christ
wie Sie manchmal das Wissen darum, dass er getragen wird, auch von ein
paar Menschen ... Ich bin jedenfalls glücklich, dass Sie mal mein Lehrer
waren.
Ihre Ursula Schabert
Lieber Gotthold
Hasenhüttl,
als ehemaliger Theologiestudent danke ich dir ganz herzlich für dein
Zeichen am ökumenischen Kirchentag in Berlin. Zugleich schäme ich mich
zutiefst für die katholische Kirche, welche - jenseits der Bibel und
auch jenseits der Bedürfnisse unserer Zeit, eine Sonderoffenbarung zu
haben glaubt, mit welcher sie rechtfertigt, andere vom gemeinsamen Mahl
der Christen auszuschließen. War solcherart Sonderoffenbarung nicht in
kircheneigener Definition ein Merkmal der Sekte?
Denn dass es biblisch nicht und jesuanisch noch viel weniger ist, andere beim Mahl auszuschließen, lässt sich schnellstens belegen. Zu sehr hat die Botschaft Jesu die basileia tou theou, das Königtum Gottes, im Zentrum, dargestellt unter anderem als Mahl. Dieses himmlische Mahl denn sehen auch die Evangelisten vorweggenommen, einmal in der Mahlgemeinschaft Jesu gerade mit Zöllnern und Sündern, wie uns zahlreich - und nicht unwidersprochen - berichtet wird. Und freilich auch im letzten Abendmahl, welches die Synoptiker in eben diesen eschatologischen Zusammenhang stellen. Die bekannten Stellen des Korintherbriefs haben da ebenfalls keine Einwände, diese sind lediglich auf akutes und aktuelles Fehlverhalten in den damaligen Gemeinden zu beziehen.
Es muß also beim
kirchlichen Verdikt um anderes gehen, auf der einen Seite um die
Nichtanerkenntnis der unter eben derselben Gnade desselben Gottes
stehenden und gerechtfertigten Tatsächlichkeit der evangelischen
Christen, welche eine Sukzession nicht ansatzweise nötig haben dürfte.
Auf der anderen Seite ist es wohl eine Frage der Herrschaft und der
Demütigung. Herrschaft deshalb, weil man offenbar selbst das Tempo der
Ökumene bestimmen will, wenn man schon in diesen sauren Apfel beißen muß.
Demütigung als Folge, Demütigung der eigenen "Untertanen" und Demütigung
der Christen anderen Glaubens, die ja so gefährlich erscheinen, gerade
weil sie so nahe stehen. Dies freilich als anwirkende unverdaute Folge
der Reformation! Persönlich habe ich stets Abendmahlsgemeinschaft
gepflegt und halte dies weit über die Grenzen auch der Konfessionen
hinaus für richtig und wichtig. Als Zeichen aber in einer - trotz der
Sonne - kalten Zeit ist es umso wichtiger, was du getan hast. Danke
nochmals dafür.
Otto B., Dipl.Theol.
Lieber Herr Prof.
Hasenhüttl,
herzlichen Dank, daß Sie die evangelischen Christen zur Eucharistiefeier
eingeladen haben. Ich bin Katholik und meine Frau und Kinder sind
evangelisch. In der evangelischen Kirche werde ich auch immer zum
Abendmahl eingeladen und nehme das Angebot auch gerne wahr. Die
Botschaft Christi wird in beiden Kirchen sehr ernst genommen und ich,
als gläubiger Christ, empfinde keinen Unterschied, ob nun ein
katholischer oder evangelischer Pfarrer aus der Bibel liest und darüber
predigt. Ich gestehe dem Papst selbstverständlich zu, daß er auf die
thelogischen Unterschiede beider Kirchen hinweißt und eine Klärung
herbeiführen soll. Jedoch für uns Christen die sich im Alltag mit
weltlichen Dingen beschäftigen, hat diese Auseinandersetzung etwas sehr
theoretisches.
Das gegenseitige Einladen und miteinander feiern ist ein großer Schritt zu einer längst überfälligen Versöhnung aller christlichen Kirchen. Wir Christen sind aufgefordert aufeinander zuzugehen und uns zu versöhnen. Dazu haben Sie einen großen Schritt getan, in die richtige Richtung. Die Suspendierung wird für Sie persönlich möglicherweise als eine Demütigung und Zurücksetzung empfunden. Damit Sie diese Suspendierung erhobenen Hauptes ertragen können, folgende Gedanken:
Mein Sohn, wenn du dem Herrn dienen willst, dann mach dich auf Prüfung gefaßt! Sei tapfer und stark, zur Zeit der Heimsuchung überstürze nichts! Hänge am Herrn, und weiche nicht ab, damit du am Ende erhöht wirst. Nimm alles an, was über dich kommen mag, halt aus in vielfacher Bedrängnis! Denn im Feuer wird das Gold geprüft, und jeder, der Gott gefällt, im Schmelzofen der Bedrängnis. Vertrau auf Gott, er wird dir helfen, hoffe auf ihn, er wird deine Wege ebnen. Ihr, die ihr den Herrn fürchtet, hofft auf sein Erbarmen, weicht nicht ab, damit ihr nicht zu Fall kommt. Ihr, die ihr den Herrn fürchtet, vertraut auf ihn, und er wird euch den Lohn nicht vorenthalten. Ihr, die ihr den Herrn fürchtet, hofft auf Heil, auf immerwährende Freude und auf Erbarmen! Schaut auf die früheren Generationen und seht: Wer hat auf den Herrn vertraut und ist dabei zuschanden geworden? Wer hoffte auf ihn und wurde verlassen? Wer rief ihn an, und er erhörte ihn nicht? Denn gnädig und barmherzig ist der Herr; er vergibt die Sünden und hilft zur Zeit der Not.
Ich wünsche Ihnen einen
schönen Sommertag, genießen Sie ihn.
Mit den besten Grüßen, Ihr Georg K.
Lieber Professor
Hasenhüttl,
ich möchte Ihnen hiermit meine Solidarität ausdrücken. Jesus hat das
Abendmahl für ALLE MENSCHEN gestiftet. Für die einen ist es lediglich
Freundschaftsmahl, für die anderen ist es tatsächlich die Präsenz
Christi in seinem verwandelten Fleisch und Blut. Innerhalb dieser
Extremspanne befinden sich wohl alle Abendmahlsteilnehmer. Was das
Abendmahl für den einzelnen bewirkt oder nicht bewirkt, hängt vom
persönlichen Glauben des Einzelnen ab - nicht von demjenigen, der es
aussondert. Das Aussondern ist ein symbolischer Akt - nicht mehr und
nicht weniger. Erst der Glaube des Einzelnen ist es, der die
entsprechende Kraft verleiht.
Für den, der nicht glaubt, bleibt im krassesten Fall die Hostie (das Brot) Hostie und nicht mehr. Das ist das Schlimmste was passiert. Dieses Geschehnis ist m.E. völlig unabhängig von der Aussonderung. Denn auch ein "rechtmäßiges, d.h. mit "Vollmacht" ausgesondertes Abendmahl, bleibt für den Nichtgläubigen Hostie. Vergleichen kann ich das mit einem unterschriebenen Scheck. Erkenn ich seine Rechtmäßigkeit, kann ich zur Bank gehen und ihn gegen Geld eintauschen. Erkenn ich den Wert nicht, verwend ich ihn als Schmierpapier. Die Folge, der Scheck bleibt ein Stück Papier.
Alles Gute für Ihre Zukunft, danke für Ihre Courage, Gottes Schutz und Segen, Angela K.
Lieber Herr Prof.
Hasenhüttl,
nur eine kurze Mitteilung aus den USA, dass es auch hier viele
katholische Christen gibt, die mit Ihnen in Solidarität stehen. Ich
gratuliere - und danke Ihnen für Ihre Mut und Ihr Verständnis für das
Evangelium! Ich bete, dass der liebe Gott bald die Herzen unserer Leiter
erleuchten und erweichen wird, damit Sie Ihre Arbeit weitermachen
dürfen.
Mit friedlichen Grüßen, Norbert Langer
Mitglied der St. Mary's Franziskanerkirche, Pompton Lakes, New Jersey
(USA)
sowie Call To Action und Voice of the Faithful
Sehr geehrter Herr Prof.
Dr. Hasenhüttl!
Wir erklären Ihnen unsere volle Solidarität zu Ihrem Schritt in Berlin,
bei der Mahlfeier alle Anwesenden einzuladen. Sie haben, wie so mancher
Priester im Alltag, dazu beigetragen, die Ökumene zu festigen. Wie
berufene Fachleute wissen und bestätigen, steht selbst einer
gemeinschaftlichen Mahlfeier theologisch nichts, aber auch gar nichts,
im Wege und die Differenz zwischen den beiden großen Konfessionen in
Deutschland liegt nur in der Ämterfrage. Dabei wird dann gerne
übersehen, dass die Sukzession in den ersten 2 Jahrhunderten auch bei der
Kath. Kirche nicht nachweisbar ist.
Sie haben viele Katholiken, insbesondere die Jugend, ermutigt zu der Überzeugung, dass auch die Kath. Kirche sich endlich weiter bewegt und lebt. Das Gegenteil trifft auf Bischof Marx zu! Leider sieht es so aus, dass Sie wegen der völlig überzogenen und überflüssigen Reaktionen von Bischof Marx Nachteile in Kauf nehmen müssen. Das ist für Sie bitterschade und menschenunwürdig. Aber Sie können weiter aufrechten Hauptes in den Spiegel sehen, während Bischof Marx in die Bibel schauen sollte. Bei Jeremia 23, 1 muss er lesen: Weh den führenden Männern meines Volkes, den Hirten, die meine Herde zugrunde gerichtet und auseinander getrieben haben! Ich, der HERR, der Gott Israels, sage zu euch, den Hirten meines Volkes: "Versprengt und auseinander getrieben habt ihr meine Schafe und habt euch nicht um sie gekümmert. Jetzt werde ich mich um euch kümmern: Ich werde euch zur Rechenschaft ziehen für eure bösen Taten!". Wie soll er nur damit leben?
Mit freundlichen Grüßen, Renate und Otto Schultz
Ich danke Herrn Prof.
Hasenhüttl für das mutige Zeichen, das er gesetzt hat. Ich erkläre ihm
hiermit meine volle Solidarität zu diesem Schritt. Gerade unsere Kirche
braucht Propheten, die vorausgehen, statt Bischöfen, die zurückrudern.
Claudia Forster-Bard
Herrn Prof. Hasenhüttl
möchte ich für die Zivilcourage danken, die er aufgebracht hat. Ich bin
mit einer evangelischen Christin verheiratet und würde mich schön
bedanken, wenn ich beim evangelischen Gottesdienst vom Abendmahl
ausgeschlossen würde weil ich katholisch bin. Aber auf so eine abstruse
Idee ist dort glücklicherweise noch niemand gekommen. Vielleicht sollten
Katholiken unter diesem erstarrten System ernsthaft darüber nachdenken
in die evangelische Kirche überzutreten.
JK
I would offer my support
for you having pushed the issue of communion between Christians of
different denominations. When I was in active ministry, I had a great
relationship with other ministers and regreted Church rules that did not
permit sharing at the same eucharistic table.
Best Wishes, Bob Motycka, Chicago (USA)
Sehr geehrter Herr Prof.
DDr. Hasenhüttl,
mit Bestürzung habe ich von Ihrer "Verurteilung" gehört und gelesen. Ich
erkläre mich hiermit solidarisch mit Ihrem Handeln gegenüber der
Obrigkeit. Ich weiß, dass es auf keinen Fall in Ihrem Sinn ist, aber mit
der Reaktion des Herrn Marx auf Ihre für mich sehr begrüßenswürdige
Vorgehensweise, sehe ich mich gezwungen, aus der katholischen Kirche
auszutreten, wenn Ihre Suspendierung nicht widerrufen wird (dies soll
bitte nicht als Drohung oder Erpressung aufgefasst werden). Ich hoffe,
dass durch meine Reaktion und die vieler anderer, die hinter Ihnen
stehen, endlich wieder ein Schritt in Sachen "Verkrustungs-, und
Starrsinnigkeitsabbau" in der katholischen Kirche gemacht wird.
Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute für Ihre Zukunft, Josef Zupancic
Lieber Herr Professor!
Für
Ihren mutigen Einsatz für die gemeinsame Kommunion möchte ich Ihnen ganz
herzlich danken. Voriges Jahr, glaub ich, hab ich ein Buch von Ihnen
gelesen - "Glaube ohne
Mythos" - und es hat mich sehr interessiert. Und als diese
Geschichte jetzt los ging, wusste ich zuerst nicht, woher ich Sie schon
kenne.
Ich hoffe sehr, dass Sie sich über die Reaktion des Bischofs nicht kränken - sie war ja vermutlich zu erwarten, und ich denke, Sie haben sich genau überlegt, was sie tun. Und da das eigene Gewissen die höchste Instanz ist, machen Sie sich hoffentlich keine Vorwürfe. Ich wäre übrigens schwer enttäuscht gewesen, wenn Sie sich entschuldigt hätten. In St. Pölten bei uns in Österreich wäre es auf jeden Fall genau so - und ich nehme an, sie haben den Bischof gut gekannt.
Wirtschaftlich kann Ihnen die Kirchenleitung hoffentlich nicht schaden. Das ist zwar ein Armutszeugnis für die Kirchenführung, aber soweit mir bekannt ist, ersetzen bei manchen Bischöfen wirtschaftliche Druckmittel den Dialog. Aber der Großteil des Kirchenvolkes, das, wie es im Konzil so schön geheißen hat, "gemeinsam unterwegs ist", würde sich mehr solche Priester wünschen, wie Sie es sind. Leider sind viele, besonders junge Leute, darunter auch ein Sohn von mir, nicht mehr interessiert an unserer Kirche. "Die in Rom, dass die was zu sagen haben, das glaube ich nicht!" sagte er mir. Und hat das "Kind mit dem Bad ausgeschüttet". Es wird viele Ursachen haben, aber diese Ängstlichkeit der Hierarchie lässt wirklich nicht vermuten, dass sie auf den Heiligen Geist vertraut.
Ich bin eine einfache Hausfrau, im 70. Lebensjahr, habe die große Aufbruchstimmung unter Johannes dem 23. erlebt und bin jetzt schon ziemlich enttäuscht. Und meinem einfachen Verstand leuchtet es nicht ein: wieso kann in Ausnahmefällen, z.B. bei einem Begräbnis des katholischen Teiles einer Ehe, die Kommunion bei der katholischen Messe an evangelische Menschen gegeben werden, und normalerweise nicht? Entweder es geht oder es geht nicht. Was ist das für eine Verrücktheit? Oder ist es Wichtigtuerei - Angst vor dem Verlust einer Macht, die es ja sowieso nicht mehr gibt?
Jetzt erwarte ich nicht,
dass Sie mir ausführlich antworten, Sie haben sicher genug zu tun, und
was Sie sagen, bringen ja Gott sei Dank die Medien -
alles was ich wollte, ist, Ihnen ein Zeichen der Solidarität aus
Österreich (Mistelbach im Weinviertel) zu schicken.
Ganz liebe Grüße, Gertrude D.
|
Lieber DDr. Gotthold
Hasenhüttl im Christus!
Einen lieben Gruß sendet Ihnen Ignasi Ricart, ein Claretiner Priester,
aus Barcelona. Just a few words to let you know that I am with you and I
appreciate your ecumenical step during the Ökumenischer Kirchentag. Wir
haben Hoffnung und Liebe gespürt, nicht nur Glauben.
Moltes gràcies, professor i germà en Crist. Endavant
Prayers and cheers, Ignasi Ricart
Lieber Herr Prof.
Hasenhüttl,
Ich bin evangelisch, mein Mann und unsere Kinder sind katholisch. Im
täglichen Miteinander klappt die Ökumene hervorragend. Warum nicht in
der Kirche? Bei uns in der kath. Kirchengemeinde gehen viele
Evangelische zur Kommunion.
HUT ab vor Ihrer Courage!! Weiter so! Hoffentlich gibt es noch viele
"Hasenhüttls" in Zukunft!
Viele Grüße, Familie Ruof
Sehr geehrter Herr
Professor Hasenhüttl,
wenn ich über den Umgang der katholischen Bischöfe mit
verantwortungsbewussten und ökumenisch handelnden Christen ganz
verzweifelt bin, dann lese ich den folgenden Text in der Hoffnung, dass
unsere kirchlichen Würdenträger eines Tages beginnen werden, ihre
Selbstgewissheit und Doppelzüngigkeit zu hinterfragen. Meine Hoffnung
richtet sich auch auf Menschen, die bereit sind, mit dem Mut der
Urchristen für ihren christlichen Glauben einzustehen und Basisarbeit zu
leisten. Ich fühle mich mit Ihnen und allen, die die Ökumene leben und
die Einheit der christlichen Kirchen nicht nur auf dem Papier vor Augen
haben, solidarisch.
Helga Blaschke
|
Nein, Aber Du, Geist, Sei mir Feuer und Wasser
und Sturm. (Magnificat – Wochenrückblick 14. Juni 2003) |
Dear Professor Hasenhuettl,
thank you for taking a courageous stand on sharing Eucharist with
non-Catholic Christians. The whole world is watching.
Sincerely, Lynn Atkinson, New Jersey (USA)
Sehr geehrter Herr Bischof
Dr. Reinhard Marx,
als TeilnehmerInnen am ökumenischen Gottesdienst mit Eucharistie nach
katholischem Ritus und "offener Kommunion" und als katholische Gläubige,
die im Bistum Trier getauft und im christlichen Glauben aufgewachsen
sind, wenden wir uns heute mit der eindringlichen Bitte an Sie, von der
angedrohten Suspendierung des Herrn Hasenhüttl abzusehen.
In Ihrem Schreiben vom 1. Juli an Herrn Hasenhüttl erwähnen Sie, dass das kirchliche Recht der Einheit und dem Frieden in der Kirche dienen will. Wer wie wir, in diesem von Herrn Hasenhüttl zelebrierten Gottesdienst, zusammen mit ca. 2.000 Gläubigen unterschiedlicher Konfession eine unvergleichliche Einheit im Glauben an Christus erlebt haben, muss entsetzt sein über Ihre Vorwürfe. Während eine uns bis dahin unbekannte 78-jährige katholische Christin, ehemalige Lehrerin aus Oberhausen, diesen Gottesdienst zu den "Höhepunkten ihres Lebens" zählt, zählen Sie gegenüber dem Zelebranten mindestens vier Paragraphen des Kirchenrechts auf, gegen die dieser verstoßen haben soll.
Nach unserem Verständnis ist die Einheit im Glauben an Christus das Entscheidende. Wir glauben nicht an Papst und Bischöfe. Christus fordert diese Einheit. Als Vertreter des Lehramts müssen Sie diese Einheit fördern und nicht gefährden oder erschweren. Sie verstehen sich als Glaubenswächter und Glaubensrichter und übersehen, wie viel Unheil deshalb in der langen Geschichte der Kirche Christi angerichtet worden ist. Bedenken Sie bitte, dass auch frühere Ungerechtigkeiten, wie z.B. Hexenverbrennungen, formal den damaligen rechtlichen Bestimmungen entsprachen.
Wir sind fest davon überzeugt, dass die Suspendierung eines so überzeugten und überzeugenden Priesters die Einheit und den Frieden in den christlichen Kirchen schwer belasten würde. Die Christinnen und Christen können, bis auf Ausnahmen, eine solche Handlungsweise heute nicht mehr verstehen und nicht mehr akzeptieren. Einheit ist keine Einbahnstraße, die von Rom befohlen wird und der blind zu gehorchen ist. Autorität muss auch in der Kirche überzeugen.
Schade, dass Sie nicht am Gottesdienst mit Gotthold Hasenhüttl teilgenommen haben! Sie wären froh, dabei gewesen zu sein; es sei denn, Sie hätten anstelle eines Gebetbuches das kirchliche Gesetzbuch dabei gehabt und ständig nachgeschaut, gegen welche Bestimmungen (?) er verstoßen hat! Wir hoffen darauf, dass Sie mutig und weitsichtig von der angedrohten Suspendierung Abstand nehmen und ein Zeichen der Hoffnung und nicht der Resignation setzen.
Mit freundlichen Grüßen, Annelie und Walter Hürter
Sehr geehrter Herr Prof.
Hasenhüttl,
soeben habe ich Ihre Antwort an Bischof Marx gelesen, die mich sehr
beeindruckt hat. Auch wenn es aus einer sicheren Position einfach ist,
Solidarität zu üben, möchte ich Sie meiner Solidarität versichern. Dies
macht es mir etwas leichter, da auch ich ein verlorenes Schaf bin, dem
der größte Teil der Kurie ihre Aufmerksamkeit nicht mehr angedeihen
lassen will. Glücklicherweise gibt es, wenn auch nur einige wenige,
aufrechte Menschen wie Sie, die ein menschliches, jesuanisches Antlitz
der römisch katholischen Kirche zeichnen.
Warum geht die Einheit in der Vielfalt nicht? Was Gott tatsächlich als gültig, richtig einschätzt oder was nicht oder ob er / sie überhaupt etwas als richtig oder gültig einschätzt, wer kann das wissen? Ich meine, niemand, auch nicht der Papst. Insofern ist das Kirchenrecht nicht göttliches Recht, sind die Dogmen nicht Ausdruck göttlichen Willens, sondern samt und sonders menschliche Interpretation eines Tatbestandes, der sich der menschlichen Erkenntnis entzieht.
Auch wenn es wenig hilft, so habe ich Bischof Marx eine E-Mail geschrieben, die Ihrer Argumentation entspricht. Ich finde es erschütternd, mit welcher Arroganz die Hierarchie um ihre Machterhaltung kämpft, anders kann es nicht sein. Dieses Verhalten entspricht in keinster Weise Jesu Auftrag. Das, was von der römisch katholischen Hierarchie inszeniert wird (bei Papst Johannes-Paul II unterstelle ich noch, altersbedingt, einen guten Willen, der Rest setzt in gedankenloser Obrigkeitshörigkeit das "Gesetz" um), führt das Gleichnis vom Samariter ad absurdum. Es ist zum Verzweifeln.
Mit freundlichen Grüßen, Christian Lauer
Lieber Mitbruder,
unsere Gemeinde St. Michael / Schweinfurt - und wir - Pfarrer und Diakon
- stehen hinter ihnen! Wir freuen uns über Ihre Bereitschaft, die
schwere Aufgabe zu übernehmen - anstößig und anstoßend zu sein.
Liebe Grüße, in freundschaftlicher Verbundenheit,
Pfr. Roland Breitenbach
http://www.stmichael.de
Lieber Herr Dr.
Hasenhüttl,
mit Bestürzung habe ich am Donnerstag von Ihrer Suspendierung in den
Nachrichten gehört. Seit Ende der sechziger Jahren bin ich aktiv in der
Gemeindearbeit tätig und von dem Wirken eines sehr engagierten Pfarrers
in meiner Jugend geprägt. Mit ihm begann unsere Gemeinde zu atmen. Im
Laufe der Zeit wurde der ganze ökumenische Schwung unserer jungen
Generation blockiert und unser Pfarrer kalt gestellt.
Trotzdem ist manchmal etwas möglich ohne einer Christenverfolgung durch die Amtskirche ausgesetzt zu sein: Wir haben vor zwei Wochen am Sonntag einen ökumenischen Gottesdienst unter lebhafter Teilnahme der Herforder Christen gefeiert. Einen Eindruck können Sie unter http://www.kath-kirche-herford.de/seite_pv/oe_gdienst.htm erhalten. Es war wie in Berlin eine bewegende Feier und Gemeinschaft. Ich bin mir sicher, dass sie und die vielen anderen quer zur Amtskirche denkenden Priester von der Kirchenbasis breite Unterstützung haben.
Für Ihre allernächste
Zukunft wünsche ich Ihnen alles Gute und Gottes Segen.
Mit freundlichem Gruß, Hubert Meissner
Liebe Glaubensgeschwister,
gern leiste ich Eurer Einladung zur Solidaritätserklärung mit Prof.
Hasenhüttl Folge und übersende Kopie meiner Mail an den Bischof Marx.
Wie daraus ersichtlich ist, erhielten Kardinal Sterzinsky und
Diözesanbischof Kapellari gleichzeitig Kopie. Kapellari ist keineswegs
ein Hardliner, umso mehr war ich enttäuscht von ihm, dass er seinem
Bruder im bischöflichen Amt diese Sanktionen nicht ausgeredet hat.
Herzliche Grüße an Professor Hasenhüttl! Er ist einer der wenigen, die
sich nicht um den aufrechten Gang bringen lassen. Darüber freue ich mich
und das tut unsereins auch gut.
Alles Gute wünscht Euch Hanna Grafeneder (Wien)
Sehr geehrter Herr
Bischof,
Es darf auch Ihnen, wie Herrn Bischof Mixa, gratuliert werden: Das
Kirchenrecht hat wieder einmal gesiegt - das Gewissen des Gemaßregelten
ist uninteressant und die Liebe - diese ermahnt, vergibt, verhängt aber
weder Kirchenstrafen noch verlangt sie Reue, wo es nichts zu bereuen
gibt - blieb auf der Strecke. Was würde Jesus, käme er nach Trier, wohl
dazu sagen?
Ich kann Prof. Hasenhüttl gut verstehen, dass er Ihre Erklärung nicht unterschrieben hat. Auch nach röm.-kath. Lehre ist das Gewissen die höchste Instanz, der der Mensch gehorchen muss, auch gegenüber den höchsten Autoritäten. Und Gewissenfreiheit ist ein Menschenrecht lt. Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Obgleich der Papst selbst ein eifriger Verfechter der Menschenrechte ist und sie von Regierungen immer wieder einfordert, scheinen sie für Amtsträger der röm.-kath. Kirche nicht zu gelten.
Als Österreicherin bin ich auch sehr enttäuscht, dass es anscheinend Herr Diözesanbischof Kapellari verabsäumt hat, Sie von dieser Art Ihres Vorgehens doch abzuhalten. Zwar ist das Kirchenrecht eindeutig auf Ihrer Seite, nur: Im Geist des Evangeliums ist solches Handeln wahrlich nicht. Dabei sollte doch auch ein Bischof glaubwürdiger Zeuge dieses Evangeliums und Jesu Christi sein - und wenn ich noch das richtige Evangelium habe, so hat Jesus den Menschen über das Gesetz gestellt - und das Kirchenrecht lässt sich nun einmal nicht auf Jesus zurückführen, sondern ist menschliches Gesetz. "Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen" soll auch noch irgendwo im NT stehen ...
Mit freundlichen Grüßen, Hanna Grafeneder (Wien)
Sehr geehrter Herr
Professor Hasenhüttl,
ich bin Grazer, war in der KHG aktiv, als Egon Kapellari dort
Studentenpfarrer war und verfolge mit Interesse alle kirchlichen
Vorgänge. Schon lange habe ich ein Problem mit dem Gottesbild der
römischen Kirche und deren Deutung des Todes Jesu als Sühneopfer. Vor
einigen Monaten hörte ich in der KHG in Graz einen faszinierenden
Vortrag von Eugen Biser über eben diese Frage, in dem dieser eine ganz
andere Deutung des Todes Jesu brachte und das Bild eines Gottes, der das
Leid der Unschuldigen braucht, um den Schuldigen vergeben zu können,
zurechtrückte. Gerne wäre ich in Berlin dabei gewesen. Ich habe Herrn
Bischof Marx den unten angeführten Brief geschrieben und grüße Sie ganz
herzlich aus dem heißen Graz.
Ihr Heinz Uray, Graz
Sehr geehrter Herr
Bischof,
vielleicht konnten und durften Sie nicht anders handeln. Es war wohl
nicht anders zu erwarten, würden Sie doch andernfalls Ihr eigenes Amt
aufs Spiel setzen und der oberste Chef in Rom kennt kein Erbarmen. "Gott
vergibt, die Kirche nie" hat der Wiener Pastoraltheologe Paul Michael
Zulehner einmal im Zusammenhang mit dem Umgang der Kirche mit
Geschiedenen gesagt. Es ist sicher so, dass es Ihnen nicht leicht
gefallen ist, mit dem Schwert des Kirchenrechtes zuzuschlagen. Ich bin
dennoch tief bestürzt über die immer neu gezogenen Mauern.
Sind Sie, sehr geehrter Herr Bischof so sicher, dass das, was Jesus wollte, in der römischen Kirche und nur dort zu finden ist? Was würde ER wohl sagen, auf den sich Papst und Bischöfe sich ständig berufen, Jesus der Herr, käme er heute zu uns? Er liefe Gefahr, wegen Abweichung von der reinen Lehre gemaßregelt zu werden, das ist meine feste Überzeugung. Wollte ER ein tausendseitiges Gesetzbuch, wollte ER überhaupt eine Kirche mit Herren und Knechten?
Ich war vor Jahren bei der ökumenischen Versammlung in Graz dabei und damals haben wir eine Ahnung von dem bekommen, was Kirche sein könnte. Eine solche Freude, die ganze Stadt schien vom Taumel der Begeisterung erfasst, zahlreiche Kirchen waren ohne Ausgrenzung im Gespräch miteinander. Gerne wäre ich auch in Berlin dabei gewesen, als der aus meiner Heimatstadt Graz stammende Priester alle im Auftrag Jesu eingeladen hat, zu kommen, seien sie römisch oder protestantisch katholisch.
Kurienkardinal Walter Kasper warnt vor Ungeduld in der Frage des gemeinsamen Abendmahls. Ungeduld nach 500 Jahren? Seit jeher hören wir nur, es sei noch nicht so weit, noch nicht, leider. Wir würden gerne, aber es geht nicht, wir können und wir dürfen nicht. Namhafte Theologen beider Kirchen haben längst erklärt, dass alle trennenden Mauern gefallen seien. Getrennte Kirchen können daher nicht länger glaubwürdig sein. Das Christentum verliert seine prägende Kraft, die Kirche wird nicht mehr ernst genommen, weil sie das nicht tut, was sie predigt. Vom Umgang mit Geld und Macht bis zur Sexualmoral spannt sich der Bogen.
Fünfhundert Jahre und
zahlreiche Glaubenskriege sind nicht genug, auch tausend Jahre nicht,
wie wir aus der Kirchengeschichte wissen. Wir sind immer noch nicht so
weit. Aber der Geist, auf den sich immer wieder alle berufen, hat schon
begonnen, die Mauern, die nur noch in den Köpfen einiger Weniger
existieren, umzublasen. Vielleicht erlebe ich es noch. Nur Querdenker,
Rebellen haben jemals etwas bewegt, in der Welt wie in der Kirche, immer
wieder auch unter Um- und Irrwegen. Manche von ihnen sind nach sehr
langer Zeit wenigstens rehabilitiert, andere auch zu Heiligen gemacht
worden. Gott sei Dank, es gibt sie noch, die Menschen, die dem Papst ins
Angesicht widerstehen und sich im vollen Respekt für den Mann in Rom ihr
Recht auf ihr eigenes Gewissen nicht für ein Linsengericht abkaufen
lassen. Gelobt sei Jesus Christus!
Heinz Uray, Graz
Lieber Herr Hasenhüttl,
Ich bin Ihnen 1966-68 begegnet. Ich absolvierte damals als junger
Geistlicher in Tübingen ein Weiterstudium an beiden theol. Fakultäten,
Sie fungierten u.a. als eine Art Spiritual in der "Bachgasse". In der
von Bischof Marx inkriminierten Angelegenheit stehe ich auf Ihrer Seite.
Es ist im Wortsinn unerträglich, wie in der Römischen Kirche der
päpstliche Wille über der Nachfolge Jesu steht (Papsteid der Bischöfe!).
Wann stehen die Gemeinden auf? Ich danke Ihnen für Ihr Handeln!
Roland H. (Schweiz)
Sehr geehrter Herr Bischof
Marx,
ich bedauere sehr, Ihnen diesen Brief schreiben zu müssen, aber Sie
haben sich jetzt endgültig einen würdigen Platz im Kreis Ihrer Kollegen
erobert: Die "Bestrafung" von Herrn Prof. Hasenhüttl, mit der Sie die
katholische Kirche dem öffentlichen Spott preisgeben, verrät eine
Geistes- und Gedankenwelt, die ich nicht länger mittragen möchte. Sie
treibt mit Ausnahme einiger weniger und zunehmend isolierter Sektierer
jedem Katholiken oder der katholischen Kirche Nahestehenden abwechselnd
die Schames- oder Zornesröte ins Gesicht:
Scham über die engstirnige Gesinnung, den autoritären Führungsstil, die angemaßte Kompetenz, längst nicht mehr gespeist aus lebendiger Autorität, sondern aus einem dogmatisch-verkrusteten, starrsinnigen Kirchenrechtsverständnis, in dem alles Lebendige schon lange getötet wurde.
Zorn, weil sich die Kirche nicht von Hirten geführt, sondern von eben jenen biblischen Mietlingen verwaltet sieht, die gefangen in ihrem geschlossenen System mit all seinen neurotischen und autistischen Komponenten die Sorgen der ihnen eigentlich Anvertrauten gründlich aus den Augen verloren haben, denen die reale Lebenswelt der Menschen, die ihnen in Scharen davonlaufen, so fremd ist wie die frömmelnde Bigotterie ihres Apparates vertraut, die bramarbasierend Worthülsen von sich geben, aber – zum Beispiel – nicht bereit sind, in öffentlicher Diskussion mit offenem Ausgang mit Herrn Hasenhüttl ihre Position zu vertreten, denen "Regieren" (im autoritären Verständnis) und Reglementieren alles, das lebendige Wort aber nichts mehr bedeutet, die "Strafen" verhängen, aber längst nicht mehr überzeugen können.
Es ist mehr als traurig, dass man sich als leidender Katholik schämen muss, dieser Kirche anzugehören, die die frei machende Botschaft des Evangeliums absichtsvoll knebelt, nur verwaltet (zunehmend sich selbst), aber nicht verkündigt, und die längst nicht mehr erreicht, für die sie da sein soll.
Ich bedauere, wie gesagt, sehr, dass ich Ihnen diesen Brief und in dieser Tonlage schreiben muss, und ich bezweifle, dass Sie dies in Ihrer episkopalen Selbstgefälligkeit auch nur stört. Aber ich möchte wenigstens dem Eindruck entgegenwirken, dass alles demütig aufgenommen wird, was Euer Exzellenz sich einfallen lassen. Es tut mir Leid, Ihnen einen brüderlichen und christlichen Gruß versagen zu müssen, aber mit Ihnen möchte ich keine Gemeinschaft mehr haben.
Prof. Dr. Gerhard Schmitz, Ammerbuch
Sehr geehrter Herr
Professor Hasenhüttl!
Ich möchte spontan meine Solidarität mit Ihnen bezeugen. Was Bischöfe
sich im Zusammenhang mit Eucharistische Gastfreundschaft und Eucharistie
überhaupt erlauben, lässt sich kaum mehr ausdrücken oder als: von allen
guten Geistern verlassen, was allerdings voraussetzen würde, dass sie
von guten Geistern überhaupt mal beschattet worden wären.
Vor 17 Jahren gab es in der Schweiz ein großes Geschrei, weil die Schweizer Bischöfe ihren so genannten Hirtenbrief missverstanden wähnten, da - nach ihren eigenen Worten hinterher - das "Volk" 'Eucharistische Gastfreundschaft' und "Gemeinsame Eucharistiefeier" durcheinander brachten. Natürlich dürften Christen anderer Konfessionen zur Eucharistie (Kommunion) zugelassen werden, wenn sie es ehrlich wollen, sagten sie dann. Was anders denn hat Pfarrer Bernhard Kroll gemacht? Ist es die Größe der Veranstaltung, die den Unterschied ausmacht? Oder wohl eher das kurze Gedächtnis vieler Bischöfe und des Papstes.
Es ist auch hirnrissig zu behaupten, die Eucharistische Gemeinschaf sei erst möglich, wenn die "volle kirchliche Gemeinschaft" verwirklicht sei, wenn genau jene, die die "volle kirchliche Gemeinschaft" definieren jene sind, welche die Bedingungen für die volle Teilnahme an der Eucharistiefeier festlegen. Da beißt sich die Katze in den eigenen Schwanz. Wenn die Bischöfe (zumindest der größere Teil) sooft in die Bibel und in ihr eigenes Herz schauen würden, wie sie nach Rom schielen, würden sie sehr wahrscheinlich leichter einen Weg zu Lösung dieser Frage finden, der Weg ginge über Jesus ... Doch es scheint, dass bei der kirchlichen Hierarchie Jesus (und die Bibel) nur soweit zugelassen wird, wie es der kirchlichen (römischen) Macht zuträglich ist!
Ciril B., Theologe und Organisationsberater, Oetwil an der Limmat (Schweiz)
Sehr geehrter Herr Bischof
Marx!
Mit Enttäuschung und Unverständnis musste ich zur Kenntnis nehmen, dass
Sie meinen Kollegen Gotthold Hasenhüttl vom Dienst suspendiert und ihm
auch noch die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen haben, weil er bei einer
katholischen Eucharistiefeier auch die evangelischen Teilnehmerinnen und
Teilnehmer zum Tisch des Herrn eingeladen hat.
Wenn Sie selbst an diesem Gottesdienst teilgenommen hätten, wären Sie Zeuge geworden einer erhebenden und beglückenden Feier, wie man sie nur noch sehr selten in der römisch-katholischen Kirche erleben darf. Sie hätten erfahren können, mit welcher Inbrunst und Freude gesungen und gebetet wurde und wie andächtig die weit über 2000 (meist katholischen) Mitfeiernden zum Tisch des Herrn traten. Sie hätten auch wahrnehmen können, mit welchem Ernst und welcher Sammlung Gotthold Hasenhüttl die Feier leitete. Das war keine Protestdemonstration. Das war die dankbare Teilnahme an dem Mahl, zu dem Jesus alle geladen hat. Gotthold Hasenhüttl hat durch seinen Dienst ganz wesentlich zu diesem für jeden Teilnehmenden höchst eindrucksvollen Gottesdienst beigetragen. Dafür erhielt er am Ende der Feier minutenlangen Beifall. Und dafür bin ich ihm auch persönlich zu Dank verpflichtet.
Nun haben Sie, sehr geehrter Herr Bischof, diesen frommen (jawohl!), aufrechten und eifrigen Mann, von seinem Dienst für die Sache Jesu suspendiert – offenbar auf römischen Druck hin. Ihr Vorwurf, der Gottesdienst hätte allgemeines "Ärgernis" erregt, ist lächerlich. Das ist ein wohlfeiler, unbeweisbarer Vorwurf, den ich nicht einmal Ihnen persönlich abkaufe.
Schon 1968 hatten die holländischen Bischöfe beschlossen, bei Mischehen den nichtkatholischen Partner zur Kommunion zuzulassen, wenn er getauft ist, den katholischen Glauben in puncto Eucharistie teilt und nicht wegen Unwürdigkeit ausgeschlossen ist. Ähnliche Regelungen beschlossen bald danach auch die Bischöfe der USA, der Bischof von Straßburg, Leo A. Elchinger, und die Schweizer Bischöfe. Vor 30 Jahren sah die "Würzburger Synode" noch "Möglichkeiten begrenzter Eucharistiegemeinschaft" (Beschluss "Gottesdienst", Art. 5.5). Sie bat die Bischöfe, "alle legitimen Möglichkeiten wahrzunehmen, um den getrennten Christen, wenn sie es wünschen, den Zutritt zur Eucharistie zu eröffnen und zu prüfen, ob es nicht auch ausreichende Gründe für die Zulassung evangelischer Christen geben kann, selbst wenn diese die Möglichkeit zum Empfang des Abendmahls hätten" (Beschluss "Gottesdienst", Art. 7.3.4). Sie erlaubte sogar den Katholiken, in bestimmten Ausnahmesituationen am protestantischen Abendmahl als Gäste teilzunehmen: "Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein katholischer Christ – seinem persönlichen Gewissensspruch folgend – in seiner besonderen Lage Gründe zu erkennen glaubt, die ihm seine Teilnahme am evangelischen Abendmahl innerlich notwendig erscheinen lassen. Bei der Entscheidung, vor die er sich gestellt sieht, darf er weder das Beheimatetsein in der eigenen Kirche gefährden, noch darf seine Entscheidung der Verleugnung des eigenen Glaubens in der eigenen Kirche gleichkommen oder anderen eine solche Bedeutung nahe legen" (Beschluss "Gottesdienst", Art. 5.5). Mir ist nicht bekannt, dass diese rechtsgültigen Beschlüsse jemals zurückgenommen wurden.
Auf einer Tagung der Katholischen Akademie in Bayern aus Anlass des 20. Jahrestages der Beendigung des Zweiten Vatikanischen Konzils sagte der inzwischen verstorbene Heinrich Fries, ein engagierter Befürworter der Ökumene: "Ich weigere mich, im Drängen zur Gemeinschaft im Abendmahl nur Ungeduld, Willkür oder 'Ungeist', Aufmüpfigkeit oder Ungehorsam gegen die bestehende Regel des 'noch nicht' zu sehen. Zu tief sind der Ernst, die Sorge und die lebendige Sehnsucht, die hier aufbrechen, zu tief sind der Glaube und die Liebe. Das kategorische und absolute Nein wird dieser Situation nicht mehr gerecht. Ich verkenne nicht die Sorge von Papst und Bischöfen um die Einheit der Glaubensgemeinschaft und um die Würde der Eucharistie als Mitte und Höhepunkt im Leben der Kirche. Aber ich frage: Können nicht jetzt schon - nicht generell und undifferenziert oder wahllos und in einer konturlosen Gleichmacherei, die zur Vernachlässigung und zur Gleichgültigkeit führt - in gewissen Situationen und Gegebenheiten jene Bedingungen einer Gemeinschaft des Glaubens und der Liebe gegeben sein, die als Voraussetzung einer Abendmahlsgemeinschaft, etwa im Sinn einer eucharistischen Gastfreundschaft, gelten können, zumal dann, wenn nach Form, Akt und liturgischem Vollzug dort das Abendmahl Jesu erkannt werden kann? Solches zu tun, ist kein Verrat an der eigenen Kirche, hier leuchten Spuren künftiger Hoffnung auf."
Der von Ihnen, sehr geehrter Herr Bischof, gemaßregelte Kollege Hasenhüttl sah in einer außerordentlichen Situation die Bedingungen einer Gemeinschaft des Glaubens und der Liebe gegeben und hat deshalb, seinem Gewissen folgend, eucharistische Gastfreundschaft praktiziert. Er hat unmissverständlich deutlich gemacht, dass er zur katholischen Kirche gehört. Er hat seinen eigenen Glauben in keiner Weise verleugnet und hat das auch allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern klar zu verstehen gegeben. Er hat sich eine Weisung des Zweiten Vatikanischen Konzils zu Herzen genommen, die der Papst und die deutschen Bischöfe offensichtlich "vergessen" haben: "Die Bezeugung der Einheit verbietet in den meisten Fällen die Gottesdienstgemeinschaft; die Sorge um die Gnade empfiehlt sie in manchen Fällen" (Ökumenismusdekret, Art. 8). Darf das Offenhalten der schmerzlichen Wunde der Trennung zum Selbstzweck oder zum Dauerzustand werden? Kann das nicht höchst gefährlich, ja tödlich für die ohnehin schon an rapidem Mitgliederschwund leidende Kirche sein?
Mit Ihrer überzogenen und die Verhältnismäßigkeit der Mittel in keiner Weise wahrenden Reaktion haben Sie für viele Menschen ein schweres Ärgernis gegeben. Das wiegen auch Ihre beachtenswerten und mutigen Stellungnahmen zu gesellschaftlichen und sozialpolitischen Fragen nicht auf. Sie werden erleben, dass Ihre Entscheidung dazu beitragen wird, noch mehr moderne, aufgeschlossene und engagierte Katholikinnen und Katholiken aus dieser Kirche innerlich oder sogar äußerlich hinaus zu treiben.
Sehr geehrter Herr Bischof! Ich würde mich sehr freuen – und viele, viele, vor allem junge Katholikinnen und Katholiken in Ihrem Bistum auch (einige habe ich in Berlin kennen gelernt) -, wenn Sie Gotthold Hasenhüttl rasch wieder rehabilitieren würden und ihn weiter zum Segen des Reiches Gottes und zum Wohl (nicht nur) Ihrer Diözese arbeiten ließen.
Mit freundlichen Grüßen, Prof. Dr. theol. Norbert Scholl
PS: Ich erlaube mir, dieses Schreiben als "offenen Brief" zu behandeln.
Sehr geehrter Herr Prof.
Dr. Hasenhüttl!
Wir waren dabei, in der Gethsemanekirche. Wir waren sehr glücklich in
diesem erhebenden Gottesdienst und danken Ihnen für Ihren Einsatz. Heute
haben wir den Briefwechsel zwischen Bischof Marx und Ihnen gelesen. Wir
sind der Meinung, dass Sie gehandelt haben, wie Jesus dies getan hätte.
Und dieser hatte ja auch nicht selten Probleme mit der Obrigkeit! Wir
denken auch, dass Sie mehr wissen als so mancher Bischof ...
Gefreut haben wir uns zu lesen, dass Sie Ihre Haltung verteidigt haben und hoffen, dass Sie dabei bleiben. Ihr Priestertum kann Ihnen keiner nehmen! Gott ist sicher auf Ihrer Seite! Wir bekunden Ihnen unsere Solidarität und versuchen, Ihnen den Rücken zu stärken. Gott sei weiterhin mit Ihnen!
In christlicher Verbundenheit, liebe Grüße, Ihre Margret und Heinz L.
Liebe "MitstreiterInnen"!
Wir von der Gruppe "Pfarreien bauen weiter!" (vormals "Pfarreien in Not
- wir bauen weiter") nehmen Anteil an den Vorfällen bin Deutschland.
Dazu für den Moment nur einen kurze Satz (Zitat von Joseph Kardinal
Ratzinger aus dem Jahr 1968): "Über dem Papst als Ausdruck für den
bindenden Anspruch der kirchlichen Autorität steht noch das eigene
Gewissen, dem zu allererst zu gehorchen ist, notfalls auch gegen die
Forderung der kirchlichen Autorität." (aus:
"Erkämpfte Freiheit" von Hans Küng).
Mit kraftvollen Grüssen,
Thomas Messmer-Meile
Pfarreien bauen weiter!
www.pfarreien-bauen-weiter.ch.vu
Lieber Prof. Hasenhüttl,
der Umgang der deutschen Bischöfe mit Ihnen und Pfarrer Kroll hat mich
erschüttert und macht mich traurig. Beide Bischofsreaktionen sind für
mich ein Rückschritt in der Ökumene. Priester, die in ökumenischer
Geschwisterlichkeit in besonderen Fällen am Abendmahl in der
protestantischen Nachbargemeinde teilnahmen, werden sich in Zukunft
schwer damit tun. Priester, die selbstverständlich den evangelischen
Partner/innen die Kommunion gereicht haben, werden sich überlegen, wie
sie damit umgehen. Ich fürchte, es wird bei Erstkommunionfeiern und
ähnlichen Anlässen zu ausdrücklichen "Ausladungen" der evangelischen
Verwandten kommen. Denn immer gibt es "Spione", die nicht nichts
eiligeres zu tun haben, als dem Bischof zu berichten. Traurig bin ich
über die Reaktion bzw. Nichtreaktion vieler Ihrer Amtsbrüder. Es
herrscht Angst in unserer Kirche. Ich halte sie nicht mehr für
reformfähig. Ich wünsche mir viele mutige Priester und Gläubige, die
nach ihrem Gewissen entscheiden.
Ihre Annegret Laakmann
Sehr geehrter Herr
Professor Hasenhüttl,
mit Bestürzung haben wir von Ihrer Suspendierung durch den Trierer
Bischof Dr. Reinhard Marx gehört. Als katholische Christen hatten wir am
29. Mai mit Ihnen in der Gethsemane-Kirche Eucharistie gefeiert. Und wir
möchten Ihnen hiermit nochmals dafür danken, dass Sie den Mut hatten, in
christlicher Verantwortung für die Einheit der Christen (in der Vielfalt
der Bekenntnisse) auch die evangelischen Gläubigen zum Abendmahl
einzuladen.
Die Reaktion Ihres Bischofs beweist uns, dass die Einheit nur durch Druck "von unten" wachsen kann und nicht von einer Amtskirche zu erwarten ist, die sich im alleinigen Besitz der Glaubenswahrheiten wähnt. Das ist Fundamentalismus und nicht im Sinne Jesu. - Petrus hatte noch nicht den Unfehlbarkeitsanspruch seiner Nachfolger. Und was ist das für eine Kirche, welche meint, um ihrer "Glaubwürdigkeit" willen Sie dafür bestrafen zu müssen, dass Sie in der Nachfolge Jesu alle zum Abendmahl eingeladen hatten. Hier wird das "Recht" höher geschätzt als die Liebe.
In christlicher Verbundenheit, Dr. med. Annerose und Prof. Dr. med. Hans-Jürgen H.
Offener Brief an den
Hochw. Herrn Bischof Dr. Reinhard Marx
Liebfrauenstraße 1, D-54290 Trier
Sehr geehrter Herr
Bischof!
Nun haben Sie Ihr Urteil über Herrn Prof. DDr. Gotthold Hasenhüttl
gefällt und ihn von seinem Priesteramt wegen einer Messe, die nicht nur
für mich das eindrucksvollste Zeugnis christlichen
Gemeinschaftsbekenntnisses in meinem katholischen Leben war,
suspendiert. Wie können Sie, Herr Bischof, "den ersten Stein" werfen und
einen exzellenten Wissenschaftler, einen integeren Menschen und vor
allem einen tiefgläubigen Priester einem machtorientierten
Ordnungsprinzip opfern? Mussten Sie die höchste der Ihnen zur Verfügung
stehenden Maßnahmen anwenden und ein Exempel statuieren, das auch die
evangelische Glaubensgemeinschaft verletzt? Begreifen Sie nicht, dass
Sie durch Ihr unversöhnliches, selbstgerechtes Handeln selbst schuldig
werden, gerade weil Sie Bischof sind? Leere Kirchen – auch durch ständig
wachsenden Priestermangel – sprechen eine deutliche Sprache. Eine
Kirche, deren Leitung so diktatorisch, selbstherrlich, unbarmherzig und
menschenverachtend ist, geißelt und kreuzigt Jesus immer wieder erneut.
Das Bekenntnis zu einer solchen Kirche wird zum Schandmal für jeden an
Christus orientierten Gläubigen.
Sehr geehrter Bischof, ich distanziere mich in aller Schärfe von Ihrem Urteil und fordere Sie auf, dieses umgehend zu revidieren. Ich hoffe, dass der Schaden, den Sie durch Ihr zutiefst unchristliches Dekret der Glaubensgemeinschaft Jesu Christi, Ihrem Amt und sich selbst zugefügt haben, Sie immer daran erinnern wird, dass keine weltliche Ordnung, vor allem keine hierarchische, es wert ist, auch nur einen einzigen Menschen auszuschließen.
Summum ius, summa
iniuria
Birgit Flormann, Saarbrücken
Sehr geehrter Herr
Professor Hasenhüttl,
es drängt mich, Ihnen meine Solidarität mitzuteilen. Ich bin froh, dass
Sie nicht bereit waren und sind, auf Anforderung von Bischof Marx Reue
zu zeigen wegen des Gottesdienstes in Berlin. Es gibt Forderungen nach
Reue und Gehorsam in der Kirche, die beschämend sind. Durch Ihre
entschiedene Haltung bestärken Sie viele (hoffentlich), ehrlich zur
eigenen Gewissensentscheidung zu stehen.
In meiner Predigt am Sonntagmorgen, in der ich gegen die Entscheidung der Bischöfe Mixa und Marx protestiere, stelle ich die Fragen: Hat die Kirchenleitung jetzt aus der Angst heraus, ihr würden Entscheidungen aus der Hand genommen, so hart reagiert? Dürfen sich keine Impulse, die von der Basis aus kommen, in der Kirche durchsetzen? Fehlt dem Amt heute die Großzügigkeit Jesu? Ein Beispiel für die Großzügigkeit Jesu: Es ist im Markus-Evangelium erzählt. Johannes sagt zu Jesus: Lehrer, wir sahen einen, der in deinem Namen Abergeister austreibt, und wir wollten ihm wehren, weil er uns nicht folgt. Aber Jesus sprach: Wehrt ihm nicht! Es gibt doch niemand, der eine Krafttat auf meinen Namen hin vollbringen und so leicht mich schmähen könnte. Ja, wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. (Mk 9, 38-40)
Mein Anliegen ist, dass
viele für eine geschwisterliche und ökumenische Kirche eintreten. Ich
wünsche Ihnen weiterhin den Mutmacher, Gottes Heiligen Geist.
In herzlicher Verbundenheit, Pfr. Kurt S.
Lieber Prof. Hasenhüttl,
mit großer Bestürzung habe ich von Ihrer Suspension gelesen, dabei hatte
ich als evangelische Christin so große Hoffnung, in das trotz aller
Verbote stattgefundene gemeinsame Abendmahl in Berlin, gesetzt. Warum
dürfen wir als Christen nicht mit Freude zusammen Abendmahl feiern? Es
will mir nicht in den Kopf und mich schmerzt das Verhalten von
katholischer Seite aus sehr, da ich trotz Verbot am katholischen
Abendmahl teilnehme. Aber immer wieder plagt mich das schlechte
Gewissen, da ich weiß, dass ich dies eigentlich nicht darf. Sehr oft
weiß ich nicht, was ich tun soll, da mir beide Kirchen so nah und
wichtig sind. Bitte haben Sie auch weiterhin so großen Mut wie Sie in
Berlin gezeigt haben, viele Gläubige hoffen darauf, endlich zusammen
Mahl feiern zu können, ohne das dies Verbote und negative Konsequenzen
zur Folge haben wird.
Viele liebe Grüsse aus Köln sendet Ihnen Ingnes Mailand
Dear Professor Hasenhüttl,
allow me to introduce myself as a married Catholic priest, ordained in
1960 for the archdiocese of Chicago, married in 1971, and currently
copastor o an inclusive Catholic community in Wisconsin, USA. Through
CORPUS (association for married priests), we heard of your suspension
for having celebrated Eucharist with Protestants. We applaud you for
your courage, for proclaiming Gospel-based action against a group of
conservative, reactionary bishops who are more concerned about loyalty
to this pope than they are about loyalty to the mind and heart of Jesus
Christ. May the Spirit continue to inspire you to be a prophetic voice
in today's world-wide Catholic community!
Peace, Frank & Anne Baiocchi (USA)
Sehr geehrter Herr
Professor Dr. Hasenhüttl,
leider hatte ich nicht das Privileg, an dem ökumenischen Gottesdienst in
Berlin teilzunehmen, den Sie geleitet haben. Dennoch sehe ich diese
Eucharistiefeier als ein ganz wichtiges Zeichen der Hoffnung für viele
Menschen und auch für unsere Kirche als Institution.
Ich möchte Ihnen ganz herzlich dafür danken, dass Sie den Mut hatten, dieser Eucharistie als katholischer Priester vorzustehen, und dass Sie darüber hinaus den Mut hatten, alle zum Tisch des Herrn einzuladen. Schon lange feiern Christen und Christinnen die Eucharistie zusammen, ohne danach zu fragen, welche Kirche ihnen den Taufschein ausgestellt hat. Sie fragen häufig auch nicht danach, ob die Person, die der Feier vorsteht, von einem römisch-katholischen Bischof die Hände aufgelegt bekommen und ihm ewigen Gehorsam versprochen hat. Bei solchen Feiern geht es darum, das Andenken an Jesus Christus und an seine Botschaft lebendig zu halten, und uns gegenseitig zu bestätigen, dass wir alle dazu gehören und keiner ausgeschlossen ist, dass alle geliebt und bejaht werden von einem Gott, der uns erschaffen hat, damit wir leben. Wir wissen uns dabei eingebunden in eine lange Tradition, die zurück geht bis auf Jerusalem und Nazareth und weiter bis in die dunkle Nacht des Auszugs von Sarah und Abraham aus der Götzerei ihrer Ahnen auf Gottes Geheiß hin. Wir wissen uns eingebunden in eine Gemeinschaft, die den ganzen Planeten umspannt, und zu der jeder Mensch gehören kann, wenn er nur die frohe Botschaft vernimmt und daran glaubt.
Was viele in aller Stille tun, weil sie in ihrem Herzen die frohe Botschaft vernommen haben und glauben, was Christus seinen Jüngern vermacht hat, nämlich dass wenn sich zwei oder drei in seinem Namen versammeln, er mitten unter ihnen ist, haben Sie nun gewagt, im Rampenlicht der Medien zu tun. Sie haben damit aber "gegen eine Ordnung gesündigt", die inzwischen in unserer Kirche den Platz des Allerheiligsten eingenommen hat, nämlich die kirchenrechtliche Verfassung des Amtes und der Autorität.
Hätten Sie ein Kind sexuell missbraucht oder trotz Zölibat gezeugt, einen Massenmord veranstaltet oder eine Bank überfallen und ausgeraubt, wäre der "Oberhirte" nicht so streng gegen Sie vorgegangen, weil Sie in dem Fall "als Individuum" gesündigt hätten, und nicht "kraft Ihres Amtes", auch wenn Ihnen die Autorität Ihres Amtes von Nutzen gewesen wäre für Ihre Taten. Für das theologische Verständnis von Kirche des Vatikans ist aber leider die Inkarnation Gottes reduziert worden auf das Amt. Im Amt nur ist Heil, und nur in einem Amt, das streng hierarchisch geordnet ist. Im Amt nur ist Heil, und nur in einem Amt, das die Frau ausschließt, weil die Frau einen Schoß hat, in dem die wirkliche Inkarnation stattfindet, jedes Mal wenn ein Kind Gottes in diese Welt geboren wird.
Es tut mir sehr leid, dass Sie jetzt dafür abgemahnt und bestraft werden, dass Sie es gewagt haben, das Amt zu gefährden, dadurch dass Sie Menschen zu einer rituellen Handlung zugelassen haben, zu der nur solche Zutritt haben, die das katholische Weihe-Amt zumindest amtlich auf dem Papier (Taufschein) anerkennen.
Bei einer Eucharistiefeier nach dem römisch-katholischen Ritus kommt es doch inzwischen nicht mehr darauf an, dass Menschen Stärkung finden auf ihrem Weg durch das Jammertal des Lebens. Es kommt doch nicht mehr darauf an, dass sie Gemeinschaft werden, ein Leib, dass sie teilen, Freud und Leid, und dass sie Kraft schöpfen, um zusammen eine bessere Welt zu bauen. Bei einer Eucharistiefeier nach dem römisch-katholischen Ritus kommt es darauf an, immer wieder das Bild des "heiligen" Amtes zu inszenieren und bei den Menschen tief in das Unterbewusstsein einzubrennen, als der einzigen und daher unabdingbaren und notwendigen Quelle des Heils.
Wir wissen, dass heute immer mehr Menschen ihrem Gewissen folgen, wenn es um Fragen ihres täglichen Lebens geht. Sie entscheiden selbst, was für sie richtig und stimmig ist, und hören nicht mehr auf das Amt. Immer mehr Menschen übernehmen dieses Muster nun auch in ihrer Spiritualität: sie bedienen sich selbst. Sie denken selbst nach und suchen Gott auf eigene Faust. Sie lassen sich dabei nicht mehr vom "heiligen Amt" führen. Sie haben es langsam satt, immer nur Gottesdiensten beizuwohnen, bei denen der wirklich zentrale Moment des Geschehens im Suggerieren der zentralen Bedeutung des Amtes für das seelische Heil besteht, und erst an zweiter Stelle die Begegnung mit Gott und mit Gott im Nächsten, im Zweiten und Dritten, mit denen man sich in seinem Namen versammelt.
Wahrscheinlich begegnen heute immer mehr Menschen Gott anderswo mehr und inniger und tiefer und authentischer als in der sonntäglichen rituellen Inszenierung der Heilsnotwendigkeit des Amtes. Und daher verzichten sie auch immer leichteren Herzens auf diese Rituale.
Ich möchte Ihnen von ganzem Herzen meine Solidarität aussprechen und meinen Dank für Ihren Mut. Möge Ihre Tat endlich diese dringend nötige Diskussion um das Amtsverständnis in der Kirche anstoßen, auf eine Art und Weise, wie es sonst nicht so möglich ist. Mögen wir unsere kostbarsten Rituale, unser ureigenstes Vermächtnis, das wir von Jesus selbst empfangen haben, vor dem "heiligen Amt" retten!
Mit herzlichen Grüßen aus Frankreich, Elfriede Harth
Sehr geehrter Herr
Hasenhüttl!
Ich spreche Ihnen meine volle Solidarität aus. Ich war beim Gottesdienst
anwesend, dem Sie vorgestanden sind. Es war ein prophetisches und
mutiges Zeichen, das Sie gesetzt haben. Der Gottesdienst war sehr
wohltuend und zukunftsweisend. Die Reaktion Ihres Bischofs scheint mir
sehr überzogen und äußerst ungerechtfertigt zu sein.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Gottes Geist!
Robert Hochgruber
Vorsitzender der Initiativgruppe für eine lebendigere Kirche,
d.h. Wir sind Kirche, Südtirol.
(Wir haben 1995 das Kirchenvolksbegehren durchgeführt und arbeiten
seither an seiner Umsetzung für unsere Diözese Bozen-Brixen)
Dear friend:
In the name of "Somos Iglesia" (We are Church, in Spain), and in
my own, I would like to express our solidarity with you and the other
priest who has been suspended by the Vatican. We all together are trying
to make a new Church and we need people like you to keep our "souls
alive" in this hard but wonderful way that we (??) have chosen.
Your sincerelly, Diego López
Danke Ihnen, Herr Hasenhüttl, für das Zeichen, das Sie mit Herrn Kroll in Berlin setzten. Die "Herrn unseres Glaubens", sind leider weit entfernt vom Glauben des Jesus von Nazareth. Man braucht kein Experte in der Schrift zu sein, um die Haltung unserer deutschen Bischöfe mit den Pharisäern und Schriftgelehrten zu vergleichen, obwohl die theologisch viel offener waren als unsere Kirchenfürsten. Ich glaube es war Johannes XXIII, der einmal sagte: "Was eint kommt von Gott, was trennt kommt vom Menschen". Dass der Papst ein trennendes Element unter den Christen darstellt, verschlägt einem den Atem. Es ist nun wirklich an der Zeit zu handeln. Der Worte sind schon genug gesprochen.
Über 80% der deutschen
Katholiken seien für die Einheit, ohne dass der eine Teil den anderen
vergewaltigt. Ist nicht das das "sentire cum ecclesiam"? (Ob mein
Latein noch stimmt?). Da steht der päpstliche Apparat doch wie ein
Skelett da, ohne Fleisch und Blut, eine "Kirche" die sich selber
verzehrt, während die Kirche Jesu lebt, bescheiden und doch wie ein Hefe
in der Masse. Handeln wir im kleinen Kreis. Es ist schließlich Gott, der
der sich uns mitteilt, ohne dass er sich an Transsubstantionen binden
muß. Kraft des Glaubens und der Taufe sind wir "Tempel des Geistes
Gottes", des gleichen Geistes den Jesus trieb. Seine Worte waren "Geist
und Leben, das Fleisch ist für nichts nütze".
Mit brüderlichem Gruß, Franz Wieser (Perú)
You have our support and
the support of many, many Americans. We pray that you will be fully
reinstated if that is your hope. Otherwise, continue to minister as you
have been called by conscience to do.
Bob and Mary Ann Hain, New Jersey (USA)
Lieber Herr Professor
Hasenhüttl,
ich bin froh dass ich am 29. Mai bei dem Eucharistie Feier in der
Gethsemane-Kirche anwesend sein konnte und mit Ihnen und vielen anderen
den ökumenischen Auftrag der Einheit verteidigen konnte.
We shall overcome ... some day! Courage und Shalom!
Isaac Wüst, Amstelveen (Nederland)
Vorsitzender
International Movement We Are Church
Lieber Herr Hasenhüttl,
als ich heute in der Tageszeitung von Ihrer Suspension erfuhr, hat mich
dass sehr betroffen. Ich finde das sehr schmerzlich, was zur Zeit
(vielleicht auch schon immer) in "unserer" Kirche passiert. Was mich
auch sehr enttäuscht ist, dass so wenige Priester aufschreien und sich
scheinbar so wenig von ihrem Gewissen leiten lassen. Jesus lädt zum
Abendmahl ein, und nicht die Katholische Kirche umso weniger kann ich
verstehen und alles in mir rebelliert wenn bei einem Requiem eines
verstorbenen Priesters alle Priester am Abendmahl teilnehmen aber die
befreundete evangelische Pastorin wird von diesem ausgeschlossen, obwohl
sie mit im Altarraum steht. Ich fühle mich immer weniger beheimatet in
dieser Kirche. Und deshalb möchte ich ihnen danken, dass sie den Mut
haben, gewagtere Schritte zu gehen, weil sie spüren, dass es hier um
Einladung Jesu an uns geht und nicht um ein Machtgehabe.
Im Geiste Jesu mit ihnen verbunden grüße ich Sie, Michaela L.
Thank you for your brave
action to bring Christians together.
Robert Schutzius, St. Louis MO (USA)
Dear Professor Hasenhüttl,
I received an email concerning what has happened to you. I am far away
in Minnesota but my prayers and thoughts are with you. I was baptized
Catholic and went to Catholic schools. I do not practice anymore. I know
that God loves me no matter what religion I would be in. I do not
believe God cares about religion. He loves all equally and He looks into
our hearts for the love that is there not what church you may belong to
or if you think the Pope is His representative. I know Angels watch over
you but will ask for special ones to guide you on your path.
Elizabeth McCabe, Pipestone, MN (USA)
Dear Professor Hasenhüttl,
I just wanted to send a note to you to let you know that there are many
Catholics who think the Euchrist is for everyone, and that the Church
should be inclusive of all people, including non Catholics. Thank you
for your courage. I know this will be a hard time for you, but there are
Catholics all over the world trying to work for a more kind and
inclusive Church that Jesus would recognize as His own.
Blessing on you and your continued work, Genevieve
Genevieve Chavez,
Executive Director
Women's Ordination Conference;
Fairfax, VA (USA)
Sehr geehrter Herr
Professor Hasenhüttl,
ich spreche Ihnen von ganzem Herzen meine Hochachtung aus, insbesondere
auch zu Ihrem mutigen Verhalten in den Interviews und Stellungnahmen,
die dem umstrittenen Gottesdienst folgten. Ihre Handlungen und Worte
helfen, etwas vom Geiste Jesu in unserer Kirche lebendig zu halten. Ich
wünsche Ihnen weiterhin Kraft!
Ihre Hildegard Hornung
Sehr geehrter Herr
Hasenhüttl,
hiermit möchte ich Ihnen meinen herzlichen Dank aussprechen und meine
Solidarität bekunden. Ich finde es einfach super, genial und cool, dass
hier ein Zeichen gesetzt wurde. Die Kirche ist weder der Papst, noch die
Bischöfe. Kirche sind WIR alle gemeinsam. Und deshalb haben wir Christen
ein Mitspracherecht in der Kirche.
Liebe Grüße, Markus F.
Sehr geehrter Herr
Professor,
mit Entsetzen hebe ich von Ihrer Maßregelung durch Ihren Ortsbischof
erfahren. Als Religionslehrer an einem Gymnasium und Teilnehmer an der
Messfeier mit Ihnen in Berlin bin ich besonders bestürzt darüber, zumal
Sie in meinen Augen und nach meinem Verständnis in keiner Weise gegen
Vorstellungen des katholischen Glaubens verstoßen haben. Ich wünsche
Ihnen viel Durchhaltevermögen in der kommenden Zeit und den Segen des
Gottes , der toleranter ist als es sich alle Amtsträger vorstellen
können. Ich versichere Sie meiner vollen Solidarität - meine Schüler
sind mit mir übrigens einer Meinung und hoffen, dass man sich
obrigkeitsseits eines besseren besinnen wird.
Freundliche Grüße, Alois G.
Sehr geehrter Herr Bischof
Marx,
mit Ihrer Suspendierungsentscheidung gegen Herrn Hasenhüttl erweisen Sie
der Ökumene einen schlechten Dienst. Als evangelischer Christ muss man
sich doch fragen, welches Interesse ich an Einheit und Gemeinschaft mit
derart furchtsam-rückwärtsgewandtem Denken und Handeln haben sollte. ich
spreche Ihnen meinen schärfsten Protest für eine Entscheidung und ein
Verhalten aus, das Ihrer auch menschlich nicht würdig ist. Dann war's
wohl doch nichts mit dem modernen Hoffnungsträger im Episkopat, sondern
wir sind wieder bei dem Muff von tausend Jahren unter den Talaren.
"Verbotene Gottesdienstgemeinschaft" mit evangelischen Christen, möglicherweise mit Ungetauften, das alles ist wirklich ganz schön schlimm und Sie mussten, wir verstehen dies, auch, wie schmerzlich es für Sie sein musste, schon zu den schärfsten Mitteln greifen - gar so inquisitorisch-peinigende stehen ja nicht mehr zur Verfügung - ungeachtet dessen, dass im Vorfeld bereits aus maßgeblichem Munde andere, mildere und wohl angemessene Reaktionen öffentlich empfohlen worden waren.
Merken Sie gar nicht mehr, wie - hoffnungslos? - weit "hinter dem Mond" Sie mit diesen Auffassungen sind? die "verbotene Gottesdienstgemeinschaft" ist Realität, ob es den Herren passt oder nicht und ob "rechtlich abgesichert" noch mehr Bauernopfer, derzeit mehr Professoren, über die klinge springen oder nicht. Und über Ihre machtinteressierte Verbotspolitik ist das tägliche Glaubensleben, zum Glück, hinweggegangen. Nur noch wenige werden sich alles verbieten lassen. Welch ein Segen, dass wir diesen Mummenschanz und dieses Hokuspokus hinter uns gelassen und z.B. das Priestertum aller Gläubigen (theoretisch) haben.
Lesen Sie doch mal "Von
der Freiheit eines Christenmenschen" oder schauen sich den Comic an, wo
ein Bischof dem wiedergekehrten lieben Herrn Jesus die Hostie mit der
Frage verweigert, ob er überhaupt ordentlich katholisch ist. Mir war
unser lieber Herr bisher damit bekannt, lieb und wert, dass er alle,
mühselig und beladen, zu sich lädt und selbst zu den Zöllnern und
Sündern geht und mit ihnen Gemeinschaft herstellt. Aber, siehe
Großinquisitor, vom Amt ist eben manches, aber doch nicht alles zu
erwarten. Vielleicht überlegen Sie ja noch einmal. Würde mich freuen,
von Ihnen zu hören.
Ihr Peter Budde
Sehr geehrter Herr Bischof
Marx,
bis zum heutigen Tag habe ich Sie für einen Hoffnungsschimmer in der
katholischen Kirche gehalten. Ihre Entscheidung im Fall von Professor
Hasenhüttl hat mich deshalb umso mehr enttäuscht. Meine persönliche
Entscheidung vor 10 Jahren, von der katholischen in die protestantische
Kirche zu konvertieren, empfinde ich gerade am heutigen Tag für richtig
und empfehle sie allen, die mit der katholischen Kirche hadern, aber
Christen bleiben wollen.
Mit freundlichen Grüßen, Manfred Hartmann
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