Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche e. V.
Pressemitteilung vom 05.05.2006
Schwule
und Lesben sind Teil von Gottes Schöpfung
Zu Planungen für eine
CSD-Demonstration in Marktl 2007
Schwule und Lesben sind Teil von Gottes Schöpfung
HuK war an den Überlegungen zu Marktl nicht beteiligt
Römisch-katholische Kirche muss sich bewegen
Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V. fordert von
den Kirchen, insbesondere der römisch-katholischen Kirche, endlich die Schwulen
und Lesben als selbstverständlichen Teil von Gottes Schöpfung anzuerkennen.
Sie beteiligt sich dementsprechend seit Jahren in mehreren Orten am CSD. Ebenso
wie die HuK innerhalb der Gesellschaft und der Kirchen fordert, die Rechte der
schwul-lesbischen Minderheit zu respektieren, weist die HuK aber auch innerhalb
der "Gay Community" darauf hin, dass die Christen und Christinnen
unter den Schwulen und Lesben zu respektieren sind.
"Dieser Aufgabe, für die christlichen Lesben und Schwulen da zu sein und
ihnen Gehör zu verschaffen, ist wenig gedient, wenn an einem Ort wie Marktl,
der keine eigene CSD-Tradition hat, plötzlich eine medienwirksame Demonstration
inszeniert wird", so Reinhold Weicker, Pressesprecher der HuK. Die HuK war
an den Überlegungen zu einer solchen Veranstaltung nicht beteiligt. Sie befürchtet,
dass bei einem CSD in Marktl durch verzerrende Bilder nicht die Realität der
abertausend Lesben und Schwulen in Deutschland und Europa abgebildet wird.
Die HuK wird eine ihrer Hauptaufgaben weiter darin sehen, zu einem Nachdenken über
Sexualität und die Lage von Lesben und Schwulen in den Kirchen anzuregen, z.B.
bei Katholikentagen wie Ende Mai 2006 in Saarbrücken oder bei evangelischen
Kirchentagen. Die Kirche muss sich in dieser Frage bewegen - unabhängig davon,
ob in Marktl demonstriert wird oder nicht.
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Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:
Thomas Wunsch, HuK-Vorstand
Tel. 02932 / 701338
Email thomas.wunsch@huk.org
Dr. Reinhold Weicker, HuK-Pressesprecher
Tel. 05251 / 66018
Email presse@huk.org