| Initiative
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+++ pressemitteilung +++
Oscar-Romero-Haus (Bonn), im August 2003. Die am 31.7.2003 veröffentlichten "Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen" der "Kongregation für die Glaubenslehre" sind von mehreren Mitgliedsgruppen des ökumenischen Netzwerks "Initiative Kirche von unten" (IKvu) kritisiert worden. Hier finden Sie die Stellungnahmen von HuK, NkaL, AGT und ESG dokumentiert sowie einige Linkhinweise zum Thema.
Thomas Wystrach (webmaster)
Presseerklärung der
Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche HuK e.V.
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Gemeinsame Presseerklärung des
Netzwerkes Katholischer Lesben (NkaL)
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ARBEITSGEMEINSCHAFT STUDIERENDE DER KATHOLISCHEN THEOLOGIE IN DEUTSCHLAND Theologiestudierende lehnen Vatikan-Text ab München, 31. Juli 2003. Die jüngste Note der Glaubenskongregation zur gesetzlichen Anerkennung homosexueller Lebenspartnerschaften stößt bei Theologiestudierenden auf massive Ablehnung. "Damit katapultiert sich die Katholische Kirche aus jeglichem gesellschaftlichen Diskurs", so die Meinung von Ursula Diewald und Stephan Mokry aus dem Beirat der Arbeitsgemeinschaft Studierende der Katholischen Theologie in Deutschland (AGT). Dem Text liegt eine Vorstellung von Homosexualität zugrunde, die weder der Realität noch den Ergebnissen freier theologischer Reflexion entspricht. Bei der Abstimmung über eine Gesetzesvorlage zur Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften von einer "Legalisierung des Bösen" zu sprechen, ist nach Ansicht der AGT untragbar: dies verletzt und demütigt nicht nur die betroffenen homosexuellen Menschen, sondern auch jene, die sich um eine respektvolle Anerkennung aller Menschen in ihrer Verschiedenheit einsetzen. Quelle: http://www.agtheol.de (RTF-Datei) |
Presseerklärung der Evangelischen StudentInnengemeinde in Deutschland (ESG)Zutiefst menschenverachtend1.08.2003. Die Evangelische StudentInnengemeinde in Deutschland (ESG) verurteilt die neueste Stellungnahme des Vatikans zur rechtlichen Anerkennung von schwulen und lesbischen Lebensgemeinschaften. In der Verlautbarung des Vatikans "Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen" kritisiert der Vatikan nicht nur die zunehmende rechtliche Gleichstellung schwuler und lesbischer Lebensgemeinschaften. Katholische Politiker und Politikerinnen werden auch aufgefordert, "klar und deutlich Einspruch zu erheben" wenn ein Gesetzesentwurf in ein Parlament eingebracht wird, was eine rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften fördert. Die ESG sieht hier eine massive Diskriminierung von Menschen, die sich gegenseitig in einer verantwortlich gelebten Partnerschaft tragen. Zwar sagt der Vatikan, dass man Schwulen und Lesben mit Achtung begegnen soll, aber im gleichen Atemzug werden sie auch als gesellschaftsschädigend gebrandmarkt, wenn sie in einer Beziehung leben. "Gesetzliche Maßnahmen zur Gleichstellung von sich liebenden Menschen als ,Legalisierung des Bösen' zu bezeichnen, ist ein Ausdruck tiefster Menschenverachtung", sagt Katrin Rogge, theologische Referentin in der ESG. "Mit der Lehre Jesu hat das für mich nichts mehr zu tun!" "Der autoritäre Druck des katholischen Lehramtes auf das Gewissen einzelner Abgeordneter widerspricht auf der einen Seite massiv unserem Verständnis von Demokratie" erläutert Generalsekretär Ulrich Falkenhagen, "auf der anderen Seite sieht die ESG in der zunehmenden rechtlichen Absicherung von schwulen und lesbischen Lebensgemeinschaften auch einen gesellschaftlichen Fortschritt, der unserem Verständnis des christlichen Miteinanders entspricht." Die Bundes-ESG setzt sich schon seit langem für die volle rechtliche Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften in Gesellschaft und Kirche ein - unter anderem mit der Arbeitsgruppe "Queer - Schwule und Lesben in der ESG". Tim Schmidt, ein Mitglied der AG Queer zu dem Papier des Vatikans: "Der Zug für die katholische Kirche zur Mitsprache in dieser Frage ist schon lange abgefahren, denn die rechtlichen Fortschritte in der EU und in vielen anderen Staaten können so einfach nicht mehr rückgängig gemacht werden. Der Kampf gegen die Liebe ist nicht nur unchristlich - er ist auch aussichtslos!" Pressekontakt: Katrin Rogge Quelle: http://www.jawort.de |