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+++ pressemitteilung +++
BONN, 22. April 2005. Das Ökumenische Netzwerk "Initiative Kirche von unten" (IKvu) kritisierte die Äußerungen von Jürgen Rüttgers vom Christentum als "überlegene Religion" scharf.
"Herr Rüttgers muss sich bewusst sein, dass er damit den interreligiösen Dialog gefährdet, insbesondere das Gespräch zwischen Juden und Christen in Deutschland", sagte Verena Mosen als Sprecherin der IKvu. "Er stellt sich damit auch in die unselige Tradition des christlichen Antijudaismus, die das Judentum als Religion zweiter Klasse abwertet. Aber auch die anderen Religionen und Konfessionen werden sich durch Rüttgers Aussage erniedrigt und verletzt fühlen."
Interreligiöser Dialog und die Ökumene beruhen auf Anerkennung unterschiedlicher Traditionen und dem Anliegen, diesen Glauben gemeinsam für Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Schöpfung fruchtbar zu machen, sagte Mosen weiter. "Theologische Aussagen zu Wahlkampfzwecken zu missbrauchen, gefährdet in unverantwortlicher Weise die nötige Distanz zwischen Kirche und Staat."
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