"Im Hause des Henkers soll man nicht vom Strick reden; sonst
hat man Ressentiment."
(Adorno: "Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit?")
Alexander Groß:
"Ungehorsame Christen - der schwierige Umgang mit der Vergangeheit"
Prof. Herbert Immenkötter:
"Katholische Kirche und Zwangsarbeit"
Prof. Heinrich
Missalla:
"Kirche und Nationalsozialismus in der Sicht kath. Zeitgeschichtsschreibung"
In Zusammenarbeit mit
Dr. Hildegard Vieregg,
Museums-Pädagogisches Zentrum München
Nach 1945 funktionierte in Kirche und Gesellschaft ein "Konsens des Schweigens" über die Zeit des Nationalsozialismus bis in die 80er Jahre hinein - mit fatalen Wechselwirkungen. Und noch immer wird über bestimmte Themen von kirchlicher Seite geschwiegen.
Das Versagen der römisch-katholischen Kirche während der Zeit des Nationalsozialismus, die Verdrehung dieses Versagens in ihr Gegenteil nach 1945 hatte für die Entwicklung des deutschen Katholizismus verdeckte und nachhaltig wirkende Konsequenzen bis in unsere Zeit - in Pastoral, Theologie und Kirchenstruktur.
Hat die öffentliche Diskussion über Zwangsarbeit in katholischen Einrichtungen hier eine Veränderung des Umgangs mit dem eigenen Verhalten bewirkt? Welche Phasen durchlief die Bewertung eines "katholischen Widerstandes"? Wie reflektierte katholische Zeitgeschichtsschreibung das Verhältnis von Kirche und NS?
Die Veranstaltung greift exemplarisch Aspekte des Themas heraus.
==> Hintergrundinformationen zur Herbsttagung
Zeit: 19. - 21. Oktober 2001
Ort: "Haus der Jugend" - Mannheim
Szenische Lesung in Auszügen am Samstagabend:
Rolf Hochhuth, Der Stellvertreter
Ein christliches Trauerspiel
mit Alex Karschnia + Nicola Nord + Uwe Schmidt - Frankfurt/Main
Info / Anmeldung: Initiative Kirche von unten
Heerstraße 2o5, 53111 Bonn
tel: 0228 - 69 21 65, fax: 0228 - 63 12 26
mail: info@ikvu.de