IKvu: Eucharistische Gastfreundschaft
Ökumenisches Netzwerk
Initiative Kirche von unten - IKvu
Pressemitteilung
Eucharistische Gastfreundschaft beim 2. Ökumenischen Kirchentag:
Kirchliche Reformgruppen begrüßen das Aufrechterhalten der Einladung zum
Abendmahl der Evangelischen Kirche.
29.04.2010. Frankfurt/Main
Die im AK Ökumene kooperierenden kirchlichen Reformgruppen begrüßen die klaren Aussagen von Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber, Catholica-Beauftragter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), beim heutigen "Frankfurter Konfessionsgespräch".
Bischof Weber stellte in seinem Statement unter anderem fest: "In
der Lehre vom Abendmahl liegen zwischen römisch-katholischer Kirche und
evangelisch-lutherischen Kirchen keine aktuellen Gegensätze von
kirchentrennender Bedeutung vor. (...) Wir werden nicht gemeinsam mit römisch-katholischen
Amtsträgern eine Abendmahlsfeier veranstalten. Gleichzeitig werden wir aber
auf dem Ökumenischen Kirchentag bei evangelisch verantworteten
Abendmahlsfeiern alle getauften Christen zum Abendmahl einladen, wie wir es
sonst auch tun. Wir wollen damit nicht gegen römisch-katholische Regeln
verstoßen, sondern unseren Überzeugungen treu bleiben."
Exakt mit dieser Motivation hatte der AK Ökumene bereits beim 1. Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin zu Gottesdiensten mit "eucharistischer Gastfreundschaft" in die Evang. Gethsemanekirche eingeladen.
Bischofs Webers Klarstellung bewegt sich auf der Höhe des theologischen
Diskurses und stellt eine Bestätigung und Bestärkung der langjährigen und
innovativen Arbeit der Reformgruppen dar, die immer wieder von ängstlichen
und antiökumenischen Kreisen diffamiert wird. Sie ermuntert zugleich dazu,
gemeinsam mit vielen tausend Christinnen und Christen in München
"eucharistische Gastfreundschaft" zu praktizieren - wie es in
vielen Gemeinden längst selbstverständlich ist.
Medienwirksame Inszenierungen wie die geplante "orthodoxe
Brotsegnung an tausend Tischen" können nicht darüber hinwegtäuschen,
daß das Blockieren der längst möglichen Fortschritte durch die römische
Kirchenleitung aus rein kirchenpolitischem Machtkalkül eine große
Belastung für diesen 2. Ökumenischen Kirchentag darstellt.
Die ökumenische Uhr lässt sich jedoch nicht mehr zurückdrehen!
Bernd Hans Göhrig
Bundesgeschäftsführer
Kontakt zum AK Ökumene der Reformgruppen:
Dr. Magdalene Bußmann (römisch-katholisch)
Telefon 0201 - 490 38 07
Dr. Herbert Koch (evangelisch)
Telefon 0176 - 53 27 10 74
Thomas Wystrach (altkatholisch)
Mobil 0174 - 967 02 56
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Initiative Kirche von unten (IKvu) ist ein ökumenisches Netzwerk von 38
Basisgemeinden, kirchen- und gesellschaftskritischen Gruppen in der
Tradition des politischen Linkskatholizismus und -protestantismus und der
Befreiungstheologie.
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Ökumenisches Netzwerk Initiative Kirche von unten (IKvu)
Oscar-Romero-Haus, Heerstraße 205, 53111 Bonn
Die Aussagen von Bischof Weber unter: http://www.ekd.de/presse/pm88_2010_velkd_catholica_beauftragter_statement_frankfurt.html
