Kairos-Europa Studientag
Kairos Kairos-Europa-Studientag
„Die
Wiederentdeckung der Gemeingüter –
ein Ausweg aus Klimakrise und Wachstumszwang?“
vom 31.5.-1.6.2010 in Frankfurt/M.
(Hotel „Maingau“)
Zum Thema
des Studientages:
Nicht zuletzt die Verleihung
des Nobelpreises für Wirtschaft 2009 an die US-amerikanische
Wissenschaftlerin Elinor Ostrom als eine der maßgeblichen Vordenkerinnen
der „Ökonomie der Gemeingüter“ hat noch einmal mit Nachdruck
unterstrichen und deutlich werden lassen, dass die bis dato noch ungeklärte
Frage der Bewirtschaftung von globalen Gemeingütern im Blick auf die ökologische
Zukunftsfähigkeit, die menschliche Wohlfahrt (vor allem in den Ländern des
Südens) und das Ausmaß gesellschaftlicher Mitbestimmung bezüglich
grundlegender wirtschafts- und entwicklungspolitischer Entscheidungen von
eminenter Bedeutung ist. In ihrer wohl bekanntesten Veröffentlichung
(„Die Verfassung der Allmende – Jenseits von Markt und Staat“, 1990)
hat Ostrom nachgewiesen, dass die vermeintliche „Tragik der Allmende“,
der zufolge Gemeinschaftsgüter zwangsläufig übernutzt und damit letztlich
zerstört werden, durch eine transparente Verwaltung und demokratische
Kontrolle der Gemeingüter vermieden werden kann. Dies impliziert indes,
dass all das, was in der Natur vorkommt oder als kulturelles Erbe überliefert
wurde und somit der gesamten Menschheit in gleichen Teilen zusteht, nur dann
gerecht, friedfertig und nachhaltig nutzbar ist, wenn es der Menschheit
gelingt, gemeinsam sinnvolle Wege zu finden, allen Menschen diese Ressourcen
von Natur und Kultur zu erschließen.
Der Studientag möchte ausführlich in das Konzept der Gemeingüter einführen, dieses am Beispiel ausgewählter Themenfelder konkretisieren, die damit zusammenhängenden systemischen Fragen reflektieren und es schließlich im Blick auf seinen möglichen Beitrag zur Lösung zentraler Zukunftsfragen diskutieren.
Das gesamte Programm hier als Worddokument
