Katholische Gemeinschaft "Friedrich Spee von Langenfeld"
KG Spee
Katholische
Gemeinschaft
Friedrich Spee von Langenfeld Hannover
Die
KGSpee
ist ein privater Verein von katholischen Gläubigen in der Diözese Hildesheim
und offen für alle. Per Dekret des Bistums Hildesheim vom 18.12.2002 wurde
ihr die Rechtspersönlichkeit als private juristische Person des kanonischen
Rechts im Sinne des Can. 114 CIC verliehen. Das Dekret schließt die Billigung
des Statuts ein. Der Verein wird durch die statutgemäßen Gremien der
Gemeinschaft geleitet. Das oberste Gremium ist die Mitgliedervollversammlung.
Unser Zentrum befindet sich in der Schuhstraße 4, 30195 Hannover. Den regelmäßigen
Gottesdienst am Sonntag, 10:15 Uhr, feiern wir im St. Clemens-Haus, neben der
Basilika St. Clemens, Hannover.
Friedrich
Spee von Langenfeld,
der Namenspatron der Gemeinschaft, wurde am 25. Februar 1591 geboren. Als
Dichter und Mahner, Priester, Seelsorger und Lehrer mit einem ungewöhnlich
emanzipierten Frauenbild, lebte er in einer von gravierenden Umbrüchen geprägten
Zeit. Er verstarb am 7. August 1635.
Friedrich Spee ist einer der Menschen des Barockzeitalters, die ihren Glauben
in Übereinstimmung mit ihrem Denken zu bringen suchten, ein Voraufklärer, in
dessen Werk sich eine neue Zeit andeutet. Aus der Tradition heraus Neues zu
denken und eigenes Handeln zu wagen, darin kann er beispielhaftes Vorbild und
Hoffnung sein. Spee erkannte die Not seiner Zeit und der Menschen, war bereit
sein Lebensziel daraufhin auszurichten und folgerichtig zu handeln.
Sein Buch „Trutz-Nachtigall“
gilt als die bedeutendste deutsche katholische Barockdichtung. Neben den
„Kunstliedern“ der Trutz-Nachtigall
gilt Friedrich Spee als Verfasser von rund 130, z.T. bis heute sehr
beliebten Kirchenliedern, die allerdings alle anonym erschienen und damit
schwierig zuzuordnen sind. Zum ersten Mal sind jetzt alle verfügbaren Daten
gesammelt, neu herausgebracht 2005 in „Auserlesene,
catholische, Geistliche Kirchengesäng“,
so dass für jedes einzelne Lied eine Zuschreibung möglich wird. Von seinen
lyrischen Werken sind heute vor allem seine Kirchenlieder bekannt, wie „O
Heiland reiß die Himmel auf“ und „Zu Bethlehem geboren“.
Sein „Güldenes Tugend-Buch“,
das erste eigens für Frauen geschriebene Andachtsbuch, weist ihn als einfühlsamen
und kreativen Seelsorger aus. In seinen Werken ist er nicht nur Tröster,
sondern auch kämpferischer Anwalt der Unschuldigen.
In seinem bekanntesten Werk, der „Cautio
Criminalis“,
erschienen während einer der höchsten Wellen der Hexenverfolgung in
Deutschland, wagte es Friedrich Spee, öffentlich gegen die Praxis der
Hexenprozesse Stellung zu nehmen und namentlich die Folter als rechtswidrig zu
verurteilen. Er setzte, trotz der persönlichen Gefährdung, auf seine
Erkenntnis, sein Gewissen und seine unbeirrbare Liebe zu einem väterlichen
und mütterlichen Gott, die sich in der Liebe zum Mitmenschen glaubwürdig
zeigte. Die Cautio Criminalis gab den wichtigsten Anstoß zum Nachdenken über
die Hexenverbrennung und war für die Rechts-, Kirchen- und Sozialgeschichte
eine Quelle von immenser Bedeutung.
Ziel
der Gemeinschaft
ist es, die Erinnerung an das Leben und Wirken von Friedrich Spee von
Langenfeld wach zu halten, den Menschen in unserer Zeit nahe zu bringen und
zum Ausgangspunkt des eigenen christlichen Handelns zu machen. Dabei gilt es
auch, Spees Appell an die Pflichten der Bürger und Spees Forderung nach einer
gerechten Obrigkeit in Erinnerung zu rufen – vor Gott und dem Gewissen zu
bedenken.
Zum
sozialen Programm gehört das
Bestreben der Mitglieder, insbesondere für die Benachteiligten unserer
Gesellschaft offen und in christlicher Verantwortung Anwalt dieser Menschen zu
sein. Das jeweilige Engagement wird dem Charisma der Mitglieder und Gäste
entsprechend erarbeitet. Die Gemeinschaft bietet auch Raum für Gespräche über
Lebens- und Glaubensfragen, einen persönlichen Weg zu Gott.
Ökumene:
Unsere langjährige Verbundenheit mit der evangelischen Kirche
resultiert u. a. aus der Tatsache, dass sie 1994 der „Katholischen
Studenten- u. Hochschulgemeinde Hannover“ (KSG) Asyl gewährte. Die damalige
Auseinandersetzung der KSG mit der Leitung der kath. Kirche im Zusammenhang
mit der Neubesetzung der Stelle des Hochschulseelsorgers, führte zum
Ausschluss aus den angestammten Räumen der Gemeinde „Am Leibnizufer 17“.
Die Menschen, die sich trotzdem weiterhin als Mitglieder der KSG verstanden,
setzten die Gemeindearbeit fort. Auf Anfrage waren spontan gleich zwei
evangelische Gemeinden bereit, diese aufzunehmen. Mit Dankbarkeit wurde das
Angebot der Kreuzkirche angenommen. Im Gemeindehaus und der Kirche fanden
Gottesdienste, eine Hochzeit und andere Feste statt sowie Veranstaltungen mit
bekannten Persönlichkeiten wie: Herbert Haag, Roland Breitenbach (Autor des
Buches „Der kleine Bischof“), Ferdinand Kerstiens (Befreiungstheologie),
Ralf Ludwig (NDR).
Wir, die KGSpee, sind aus dieser Bewegung hervorgegangen. Seit 1996 haben wir
das eigene Gemeinschaftszentrum in der Schuhstraße 4.
Unser
Bildungs-
und Veranstaltungsprogramm
ist als Jahresprogramm konzipiert. Zu den Schwerpunkten zählen
Bibelarbeit, Vorträge und Gespräche zu verschiedenen Themen sowie
Video-Abende mit anschließender Diskussion. Hauptthemen sind: Weltreligionen,
Ökumene, Geschichte, namhafte Persönlichkeiten, Literatur und
Kunstgeschichte, Pädagogik, aber auch aktuelle Ereignisse. Zum
gesellschaftlichen Miteinander gehören Reisen auf den Spuren Spee’s und zu
geschichtlich bedeutenden Orten, aber auch das gemütliche Beisammensein.
Besonders wichtig ist für uns der sonntägliche Wortgottesdienst mit anschließender
Agape, den wir im St. Clemens-Haus, neben der Basilika St. Clemens in
Hannover, feiern. Die Veranstaltungen finden in unserem Zentrum in der
Schuhstraße 4 und auch im ka:punkt, dem „Kirchenladen“ im Stadtzentrum,
Grupenstraße 8, statt.
Gemeinschaftszentrum:
Schuhstraße
4
30195 Hannover
Info-Tel/Fax: (0511) 403221
E-Mail: KGSpee-Kath.Gemeinschaft[at]t-online.de
Das Jahresprogramm 2008 ist hier als PDF-Dokument abrufbar.
Die
KGSpee ist Mitglied bei folgenden Organisationen und Vereinen:
Friedrich-Spee-Gesellschaft
Trier http://www.friedrich-spee.de
(empf.
Link)
Friedrich-Spee-Gesellschaft
e. V. Düsseldorf
Verein zum Schutz misshandelter Frauen und Kinder Niedersachsen e.V. Hannover
Förderung:
Der Verein finanziert sich in eigener Verantwortung aus Spenden und ist auf
finanzielle Unterstützung angewiesen. Einen wesentlichen, existentiellen
Beitrag zur Unterstützung leistet der »Förderverein „Friedrich Spee von
Langenfeld“ e.V. Hannover« (E-Mail: ho.bayer[at]t-online.de).
Spenden können auch direkt an die KGSpee gerichtet werden (EKK, Konto
0619116, BLZ 25060701). Förderverein und KGSpee sind steuerbegünstigt im
Sinne der AO.
Ansprechpartner: Horst Bayer, Katholische Gemeinschaft "Friedrich Spee von Langenfeld" (KGSpee), Weißer Brink 1, 30926 Selze, (0551) 40 32 21
