zuletzt aktualisiert: 15.03.2008
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Solidaritätsgruppe im Bistum Paderborn (SOG)


Die "Solidaritätsgruppe im Bistum Paderborn - SOG Paderborn" wurde im Jahre 1968 im Gefolge des II. Vatikanischen Konzils zunächst als Reformgruppe für Priester gegründet. Sie hatte in ihrer ersten Phase vor allem das Ziel, die Erneuerungen und Reformen des II. Vatikanischen Konzils innerhalb der Kirche zur Geltung zu bringen. In ihren Anfängen war sie wesentlich auch eine Art Berufsverband für Priester, die sich der Kirchenreform verpflichtet fühlten. Damals nannte sie sich auch noch "Solidaritätsgruppe katholischer Priester im Bistum Paderborn". Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem kirchlichen Dienst und aus anderen kirchlichen Arbeitsbereichen zur Gruppe, so dass im Jahre 1986 der Name entsprechend den veränderten Gegebenheiten in "Solidaritätsgruppe im Bistum Paderborn" geändert wurde.

Neben binnenkirchliche Fragestellungen traten zunehmend gesellschaftspolitische, insbesondere jene, die den Zusammenhang zwischen katholischer Kirche und demokratischer bzw. differenzierter moderner Gesellschaft betrafen. 1986 veröffentlichte die Gruppe ein "Memorandum", in dem sie ihre Reflexionen zur kirchlichen und gesellschaftlichen Situation darlegte. 1993 wurde die "Position 93" veröffentlicht, die der veränderten kirchlichen und gesellschaftlichen Situation Rechnung trägt.

Die SOG Paderborn ist Mitglied der IKvu und gehört zur "Arbeitsgemeinschaft von Priester - und Solidaritätsgruppen in der Bundesrepublik Deutschland (AGP)". In den "SOG-Papieren", einer Beilage der Zeitschrift "imprimatur", erhält sie Gelegenheit, über ihre Aktivitäten zu berichten.

Die SOG Paderborn wird von einem Vorstand geleitet, der aus 2 - 4 Personen besteht und in der Regel für 2 Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt wird. Die Gruppe trifft sich monatlich an einem Nachmittag; ihr eigenes Mitteilungsorgan heißt "Correspondenz", das monatlich den Mitgliedern zugeschickt wird. Die Mitgliederzahl beträgt ungefähr 80.

Einmal im Jahr veranstaltet die SOG Paderborn eine Studienwoche, die seit über 20 Jahren den Namen "exercitia saecularia" trägt. In weithin selbst organisierten Lernprozessen unter Beteiligung von Gesprächsbegleitern aus verschiedenen Fachgebieten der Theologie und Philosophie geht es sowohl um qualifizierte Weiterbildung als auch um die Reflexion persönlicher Fähigkeiten und der Möglichkeiten einer kritischen Position innerhalb der gegenwärtigen Kirche.

Ansprechpartner: Alfons Wiegel, Gabelsberger Straße 32, 44141 Dortmund,
Telefon: (0231) 594333, Telefax: (0231) 5311957